Bastarður - Satan's Loss Of Son

Review

Mit Ronald Reagan und Margaret Thatcher auf dem Cover, Interkontinentalraketen, Panzern und einer Polizeiarmee als Collage dazugeklebt, wähnt sich man sich gleich in den 80ern. Hier war die Musik noch politisch und voller Wut brüllte man seine Meinung gegen die konservativen Regierungen in die Welt hinaus. Metal mischte sich mit Hardcore Punk und heraus kam der Crust Punk in seiner frühen Phase. Schnell, wütend, trotzig, räudig, politisch waren die Adjektive der Musik und dem fühlt sich auch SÓLSTAFIRs Aðalbjörn Tryggvason verpflichtet und erschuf BASTARÐUR.

BASTARÐUR wagen den Rückblick in die 80er

Durch eine in die Brüche gegangene Beziehung und in einer Zeit der Arbeitslosigkeit musste Tryggvason wieder bei seinen Eltern einziehen und richtete sich die Garage als kleines Studio her. Dort entstand das meiste Material für BASTARÐUR, für das mit Birgir Jónsson ein alter Freund von Tryggvason das Schlagzeug einspielte. Marc Grewe, ehemals MORGOTH und jetzt INSIDIOUS DISEASE, steuerte Gastgesang zu “Neonlight Blitzkrieg” hinzu und Alan Averill von PRIMORDIAL übernahm neben dem Gesang von “Black Flag Fools” zwei weitere Texte. Auch diverse isländische Musiker schauten im Studio vorbei und spielten das eine oder andere Solo auf Gitarre und Bass ein. Fertig war drei Jahre nach der Idee die Umsetzung ebendieser.

“Satan’s Loss Of Son” ist schnell, räudig, dreckig und laut

Crust Punk ist nicht für musikalische Innovationen oder extremen Variantenreichtum bekannt. Schnell, räudig, dreckig und laut muss es sein. “Satan’s Loss Of Son” erfüllt diesen Anspruch und versetzt den Hörer nostalgisch in die 80er zurück. Der Soundtrack, um mal wieder etwas schneller Auto zu fahren oder seine Faust in die Luft zu recken. Wäre der Sound nicht so glattgebügelt, könnte man wütend durch die Gegend schreben, doch so bleibt es bei einem nostalgischen Rückblick während die Kinder den Papa in der Garage suchen, weil das W-Lan mal wieder nicht richtig funktioniert. Was ist nur aus den alten Träumen geworden?

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14.11.2021

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

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5 Kommentare zu Bastarður - Satan's Loss Of Son

  1. ClutchNixon sagt:

    Stört dich der „glatte“ Sound bei Dödsrit und Martyrdöd auch? 😂
    Das hier ist die perfekte Mischung aus Tragedy und Extrem Noise Terror! Ein wenig Driller Killer/Skitsystem in den Solopassagen (herrlich schief)dazu und fertig ist die Lauge. WUNDERBAR !

    8/10
  2. ClutchNixon sagt:

    Abspieltipp ist der grandiose Titeltrack.

  3. der holgi sagt:

    Oh ja, das ist sehr sehr geil, was das bescheuerte Cover soll ist mir ein Rätsel, Thatcher, Reagan….Knallköppe gibt es heute ebenso zu Hauf, diese Musik ist zeitlos, egal wo ihre Wurzeln liegen, da kann man gerne auch Bezug auf Aktuelles nehmen

    aber herrliches D Beat Geballer, und der Mix ist genial, und so verrückt es klingen mag, man hört sogar Solstafir heraus 😀

    die Leads sind ein schöner Kontrastpunkt zum stumpfen nach vorne gerichteten Rhythmus, schön das es diese Verschränkung zwischen HC Punk und Metal immer noch gibt, oder besser; das diese noch so funktioniert

    zeitlos, ich bleibe dabei

    10/10
  4. ClutchNixon sagt:

    Ich denke, das Cover ist sowohl Reminiszenz als auch Analogie 😉

  5. der holgi sagt:

    mit Sicherheit, aber das hat die Musik nicht nötig finde ich, die steht so wie sie ist für sich und braucht keinen Ausflug in die Vergangenheit, das ist Crustpunk und keine Folklore 😀