Drowning Pool - Hellelujah

Review

Sind DROWNING POOL heutzutage noch relevant? Diese Frage versucht das texanische Quartett mit seinem neuen Album „Hellelujah“ zu beantworten. Diese Antwort ist mehr als deutlich, denn das sechste Album der Band zeigt, dass DROWNING POOL anno 2016 noch immer für kraftvollen, hymnenhaften und mitreißenden Alternative Metal zu haben sind. Wer hier ein zweites „Sinners“ erwartet, dürfte zwar enttäuscht werden, allzu viel macht man als Hörer mit „Hellelujah“ dennoch nicht falsch.

Bereits der Opener „Push“ startet mit einem interessanten Riff und feuert im Verlauf seiner etwas mehr als drei Minuten Spielzeit aus allen Rohren. Stakkato-Riffing nach bester Manier, kraftvolle Shouts und abwechslungsreiches Drumspiel machen „Push“ zu einem guten Einstieg, bei dem man merkt, dass der Band die Spielfreude nicht abhanden gekommen ist.

Mit „By The Blood“ folgt eine der besten Nummern von „Hellelujah“. Es ist besonders der mit zwingenden Group-Shouts vorgetragene Refrain, der „By The Blood“ so vereinnahmend macht. Direkt frisst sich dieser in die Hirnwindungen und wird so zu dem Mitgröhlmoment des Albums. Bevor ihr einen Auftritt der Band besucht, führt euch den Song oft genug zu Gemüte, damit ihr nicht dumm dasteht, wenn die Menge anfängt „You will remember me!“ zu brüllen. Das famose Gitarrensolo im dritten Viertel des Songs rundet „By The Blood“ stimmig ab und der Finger wandert wie automatisch zum Repeat-Knopf. Potential zur neuen Live-Hymne von DROWNING POOL!

Im weiteren Verlauf von „Hellelujah“ gönnen die Texaner dem Hörer nur selten Verschnaufpausen. „Hell To Pay“ hält sich zwar zurück und setzt Wert auf eine stimmige Gitarrenarbeit und Songs wie „Another Name“ und „Meet The Bullet“ können getrost als (Power-)Balladen betitelt werden. Im Grunde geben DROWNING POOL aber pausenlos auf die Mütze. Das erwähnte „By The Blood“ ist dafür ein Paradebeispiel. Überzeugend sind auch Nummern wie „We Are The Devil“, welches mit seinem verspielten Charakter und seinem stampfenden Refrain Laune macht, oder Titel wie „All Saints Day“ mit seiner rotzigen und jugendlichen Spielweise.

Zusammengefasst macht „Hellelujah“ ordentlich Laune. Es hätte zwar nicht geschadet, wenn DROWNING POOL mehr Songs vom Format eines „By The Blood“ vom Stapel und Lückenfüller wie „Goddamn Vultures“ herausgelassen hätten – dann wären unter Umständen mehr Punkte drin gewesen. Im Gesamtpaket macht „Hellelujah“ aber eine gute Figur. Fans der Band und des Genres werden an diesem Album ihren Spaß haben, das steht außer Frage.

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31.01.2016

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