Kanonenfieber - Soldatenschicksale

Review

Galerie mit 21 Bildern: Kanonenfieber - Summer Breeze Open Air 2025

Mit „Soldatenschicksale“ veröffentlicht der Musiker Noise mit KANONENFIEBER das nächste Album. Es handelt sich nicht um ein neues Studioalbum, sondern um eine Compilation der drei EPs „U-Bootsmann“, „Der Füsilier“ und „Yankee Divison“. Zusätzlich erhalten Fans, die die drei Scheiben bereits besitzen, zwei neue Stücke namens „Z-Vor!“ und „Heizer Tenner“. Eine gleichnamige Tour startet im März, womit der Zweck der Veröffentlichung schnell klar wird.

KANONENFIEBER locken mit alten und neuen Geschichten

Die beiden neuen Songs „Z-Vor!“ und „Heizer Tenner“ thematisieren den Untergang der SMS Wiesbaden am 31. Mai 1916 aus der Perspektive eines Marinemelders und eines Heizers. Während „Z-Vor!“ eher Standardkost bietet, überzeugt „Heizer Tenner“ mit einem Refrain, der zeigt, warum die Band so schnell so groß geworden ist. Black-Metal-Brutalität trifft auf gnadenlose Eingängigkeit und „Ahu!“-Rufe, die man mögen muss, hier aber funktionieren.

Die übrigen Lieder sind bekannt und wurden für diese Neuauflage leicht überarbeitet. Das fällt allerdings kaum auf, da die Originale erst wenige Jahre alt sind und ebenfalls exzellent produziert wurden. Dennoch ist die Compilation sinnvoll, denn mit jeweils 12 € waren die Einzelveröffentlichungen nicht günstig. So kommt man hier zu einem moderaten Preis an das Non-Album-Material des Weltkriegs-Projekts.

Highlights sind – damals wie heute – das großartige „Kampf Und Sturm“, das zwischen schleppenden Strophen und Highspeed-Refrain pendelt, „Die Havarie“ mit seiner starken Hook und dem düsteren „Ahoi!“-Ruf sowie „Der Füsilier I“, das zum modernen Liveklassiker avanciert ist. Wer melodischen Black Metal mit leichter Todesblei-Schlagseite mag, macht mit KANONENFIEBERs Stücken wenig falsch.

„Soldatenschicksale“ vereint bisheriges Schaffen

Wer die komplette Diskografie der Bamberger bereits im Schrank hat, überlegt sich vermutlich, ob sich der Kauf eines ganzen Albums für zwei neue Songs lohnt. Andererseits fügt sich die Veröffentlichung musikalisch und optisch nahtlos in das bisherige Schaffen ein und ist damit durchaus sinnvoll. Fans, die erst kürzlich eingestiegen sind, erhalten mit „Soldatenschicksale“ eine preiswerte Möglichkeit, alle EPs gesammelt zu erwerben. Musikalisch knallen die Stücke ohnehin wie am ersten Tag.

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30.01.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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Kanonenfieber auf Tour

27.03.26Kanonenfest 2026 – Kanonenfieber, Kataklysm und mehr (Festival)Kanonenfieber, Kataklysm, Vader, Hackneyed, Mental Cruelty und AntrischBrose Arena, Bamberg
02.04. - 05.04.26Inferno Festival 2026 (Festival)Mayhem, Deicide, Enslaved, Cult Of Luna, Old Man's Child, The Kovenant, Kanonenfieber, Samael, Incantation, Auðn, Whoredom Rife, Darvaza, Perchta, Morax, Myr, Forsmán, Primordial, Funeral, Múr, Nite, Hierophant, Sovereign, Blodknoke, Cavern Deep, Automaton, HEVN III, Voidspire, Tormentor, Firespawn, Mork, Carnivore A.D., Nihilvm, Abhorration, HomSelvareg, Ruun, Hermit Dreams, Møl, Arachno, Gaddavír, Ferversea, Senti, Groza, Der Weg Einer Freiheit, Svarttjern, 1914, Sadistic Intent, Hulder, Zatokrev, Bizarrekult, Swartzheim, Gloombound, Angell, Raumer, Vígljós, Katla (DK), MÍO, Galge, Speedslut, Euthanasia, Villmark, Riket, Yvris, Subnoir und Mortal FearRockefeller, Oslo

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