Lord Of The Lost - Opvs Noir Vol. 3

Review

Bei den „Opvs Noir“-Alben von LORD OF THE LOST trifft das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ voll zu: Die ersten beiden Volumes enthalten einige der stärksten Songs der Hamburger Band. Zu einer Trilogie gehören jedoch drei Teile – und Nummer 3 steht vor der Veröffentlichung. Schafft es die Gruppe um Frontmann Chris Harms, innerhalb von weniger als einem Jahr drei Alben voller künftiger Klassiker zu veröffentlichen?

LORD OF THE LOST beenden ihre Trilogie

Nachdem „Kill The Lights“ eine unauffällige Einleitung ist, legt „Opvs Noir Vol. 3“ mit „I’m A Diamond“ direkt nach. Wie auf „Volume 1“ und „Volume 2“ hat sich die Band erneut eine Riege an Gastsänger:innen geholt; hier ist Alea von SALTATIO MORTIS zu hören. Seine Stimme harmoniert sehr gut mit der von Chris Harms und der Refrain ist ein sofortiger Ohrwurm.

„My Funeral“ ist fröhlicher, als der Titel vermuten lässt, und spielt mit der Zeile „Black is my happy color“ – eine Aussage, der viele Metalheads und Gothics zustimmen dürften. „I Hate People“ donnert mit kräftigen Industrial-Beats aus den Boxen, die gut zum WEDNESDAY-13-Feature passen. Der Track könnte auch auf deren aktuellem Album „Mid Death Crisis“ stehen – oder auf einer DEATHSTARS-Platte.

„The Shadows Within“ ist eine klassische Uptempo-Nummer, wie man sie von der Band kennt. Mit „La Vie Est Hell“ findet sich zudem ein in mehreren Punkten ungewöhnlicher Song auf dem Album: eine französische Powerballade mit Hannes Braun (KISSIN‘ DYNAMITE) als Duettpartner. Inhaltlich geht es um das Buch „Les Fleurs Du Mal“ – ein Titel, den sich THERION bereits 2012 geborgt haben.

Mit XANDRIA-Sängerin Ambre Vourvahis ist eine weitere kraftvolle Stimme auf „When Did The Love Break?“ vertreten. Das Lied ist gut, doch im „Opvs Noir“-Kosmos gibt es mit „Light Can Only Shine In The Darkness“ bereits ein ähnliches Stück, an dem es sich messen lassen muss – und dabei den Kürzeren zieht. Dafür ist „Take Me Far Away“ mit CATS-IN-SPACE-Sänger Damien Edwards eine starke Nummer, die in einem intensiven Finale gipfelt.

„Opvs Noir Vol. 3“ bringt das Mammutprojekt über die Zielgerade

Zwar ist der erste Teil der stärkste der Trilogie, doch insgesamt ist das Mammutwerk „Opvs Noir“ nicht nur das umfangreichste, sondern auch eines der besten LORD-OF-THE-LOST-Alben. Vergleichbar sind die drei Volumes mit der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie: Alle drei sind gut bis großartig, doch an den ersten reicht keiner heran.

04.04.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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