On thorns i lay - Egocentric

Review

Die Griechen ON THORNS I LAY sind seit 1994 im Geschäft. Mit „Sounds of beautiful experience“ stiegen sie 1995 ins musikalische Bewußtsein einiger Underground-Fanatiker. Wo damals noch melodischer und fast atmosphärischer Deathmetal vorzufinden war, herrscht heute ein doch recht laues Lüftchen. Die Growls wurden ersetzt durch „brave“ cleane Vocals, der härtere instrumentelle Background durch eine Entwicklung, die auch KATATONIA in den letzten Jahren durchmachte. Mit ihrem neuen Album „Egocentric“ scheinen die vier auf ihrem musikalischen Höhepunkt angelangt zu sein? Wohl nicht ganz! Entgegen der Vorgängeralben „Angeldust“ oder dem verträumten „Crystal Tears“ läuft bei „Egocentric“ alles etwas in die Schiene der Belanglosigkeit. Das Material hat seine bittersüßen Qualitäten, ist modern rockig und bietet mitunter düstere und vor allem die melancholische Ader ansprechende Songs. Der Teufel steckt aber bekanntlich im Detail. So schaffen es ON THORNS I LAY nicht ganz, den Funken der Initialzündung zum Leuchten zu bringen. Das war auf einigen Album ihrer Discographie anders. Allen voran das temperamentvolle ruhige Album „Crystal Tears“. Diese Stimmung versucht die Band auch mit ihrem neuen Album zu erreichen. Bleibt aber dabei irgendwo im Zwang, verstärkt poppig zu wirken, stecken. Fazit: „Egocentric“ ist kein Album von schlechten Eltern. Dies sollte hier klar und deutlich auf den Punkt gebracht werden. Die Band kann sehr wohl durch ihren melodischen und emotionalen Metal überzeugen. Die Klasse der älteren Werke erreicht sie leider nicht ganz.

25.05.2004

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