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Reactory - Same (Demo 2010)

Review

Gerade einmal zwölf Monate existiert diese Truppe aus Berlin und dennoch klingt ihr erstes Demo keineswegs nach „Frischlingen“. Das Quartett scheint seine Jugend offenbar in der Hardcore / Punk-Szene verbracht zu haben und hat sich erst im letzten Februar dazu entschieden, es mit hartem Metal zu versuchen.

Das klingt zwar auf den ersten Eindruck hin jetzt nicht unbedingt nach Underground-kompatibler „Aufbauarbeit“, erweist sich in Anbetracht der Spielfreude und Authentizität mit der REACTORY zu Werke gehen, aber dennoch als unerheblich, zumal die Jungs mit ihrer Metal-Variante amtlich und sehr ordentlich loslegen.

Unverfälschter, kompromisslos dargebotener und recht rüder Thrash Metal ist es nun also, den uns die vier Jungs zu bieten haben, wobei ich für meinen Teil ihre Historie sehr wohl nachvollziehen kann, denn eine ordentliche Punk-Schlagseite ist, zumindest was den Rotz betrifft, durchaus nachvollziehbar. Der heftige, aggressiv intonierte und zumeist einigermaßen rumpelnde Thrash, der durchwegs in mächtigem Tempo vorgetragen wird, regiert aber dennoch eindeutig das Geschehen, Einflüsse von berühmten Landsleuten (SODKREATION, anyone?) lassen sich dabei ebenso vernehmen, wie eine spürbare Vorliebe für die Protagonisten des Speed / Thrash-Genres wie RAVEN, RAZOR und EXCITER, an deren herb-heftige Gangart ich mich im Verlauf der Spielzeit dieses Demos ebenso immer wieder erinnert fühle.

Zwar schaffen es die Berliner im Endeffekt noch nicht ganz das Niveau ihrer Idole zu erreichen, doch in Anbetracht der Tatsache es hier mit einer Newcomer-Truppe zu tun zu haben, geht die Chose mehr als nur in Ordnung. An diesem Erstling gibt es nämlich an sich nicht wirklich viel auszusetzen, höchstens, dass die Jungs beim nächsten Mal versuchen sollten ihre unbändige Spielfreude nicht ganz so ungestüm auszuleben, um nicht Gefahr zu laufen, in derbem Gebretter zu enden.

Auch wenn sich „Schöngeister“ hier wohl äußerst unwohl ob der derben Gangart fühlen werden und sich Klang-Fetischisten am überaus rohen Soundgewand stoßen werden, sollte eine nicht gerade kleine Zielgruppe übrig bleiben, denen der Name REACTORY viel Freude bereiten sollte.

21.02.2011

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