Rifftera - Across The Acheron

Review

Mit „Across The Acheron“ bringen die finnischen Melo-Deather beziehungsweise Thrasher RIFFTERA ihr zweites Studioalbum heraus. Nach der Bandgründung 2010 kam im Jahre 2015 das Debüt „Pitch Black“ auf den Markt. Dabei kam es offenbar – wie auch jetzt bei „Across The Acheron“ – zu einigen Schwierigkeiten, die den jeweiligen Release verzögert haben. Nun ist die Scheibe aber draußen und kann von den alten und potenziellen neuen Fans begutachtet werden.

Stilistisch bewegen sich RIFFTERA irgendwo zwischen Melodic Death und Thrash, wobei beide Genres recht modern bedient werden. Im Vergleich zum Vorgängeralbum fällt auf, dass der Thrash-Anteil auf der aktuellen Veröffentlichung doch ein Stück zurückgegangen ist. Damals erinnerte die Band noch ein wenig an ihre Landsmänner STAM1NA, nun wirkt dieser Vergleich eher etwas weit hergeholt.

RIFFTERA bieten Abwechslung

Los geht „Across The Acheron“ mit „Burning Paradiese“, das mit einem orchestralen Keyboard-Intro gleich eines der Hauptmerkmale der Musik von RIFFTERA einführt. Nicht nur orchestrale Arrangements, sondern auch zahlreiche Elektro-Parts sind integraler Teil der meisten Songs. Die Gitarren und anderen Instrumente lassen aber nicht lange auf sich warten und erhöhen das Tempo schnell auf Geballer-Niveau. Instrumental wie gesanglich bietet sich dem Hörer im Laufe des Albums ein abwechslungsreiches Programm. Die beiden Gitarristen steuern jeweils klare beziehungsweise gutturale Vocals bei und kommen auch immer wieder mit neuen, eingängigen Melodien und tighten Riffs um die Ecke. Immer wieder scheint auch der Thrash durch, der trotz Reduzierung noch deutlich vernehmbar ist.

„Across The Acheron“ überzeugt mit Abzügen

Besonders modern geht es in „Cutthroat Game“ zu, bei dem man stellenweise meinen könnte, man höre sich gerade eine Modern-Metal-Band an. Dieser Vibe ist für „Across The Acheron“ als Album aber nicht wirklich repräsentativ. Viel eher sind das Stücke wie „Deep Waters“, das sich als stärkster Track herausstellt, aber leider auch der kürzeste auf der Platte ist. Der Titeltrack am Ende des Albums hat Überlänge (11:20), verschenkt aber ganze 1:20 Minuten davon für ein ewig langes Fadeout.

Dieser und einige weitere Punkte geben dann doch Anlass zur Kritik am Zweitwerk von RIFFTERA. So wirken einige – vor allem die thrashigeren – Parts recht stumpf und einige der melodischen Parts dagegen regelrecht kitschig. „Cry Wolf“ schießt dabei den Vogel ab und ist so stumpf wie kein anderer Track. Die sich immer wieder ergebenden Spannungsmomente und das insgesamt wirklich gute Songwriting entschädigen aber für einiges, weshalb für „Across The Acheron“ auf jeden Fall eine Empfehlung ausgesprochen werden kann.

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08.02.2019

headbanging herbivore with a camera

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