Sethian - Into The Silence

Review

Soso, die Finnen werden also übermütig und versuchen sich nach Powermetal also auch noch an Gothic… Leider scheint man im Land von Stratovarius und Co. eine etwas andere Definition von Gothic zu haben als im Rest der Welt – denn was Sethian hier präsentieren ist weder kraftvoll, noch irgendeiner Form atmosphärisch. Okay, wenn die Melodien wenigstens gut wären könnte man das ganze ja noch mit einem ‚Thema verfehlt‘ abwerten – aber mir scheint es so als ob man jede erstbeste Melodie beliebig in einen Song gepackt und diese Prozedur dann auf Albumlänge gezerrt hätte. Gut, ab und zu wie bei Dream Domain oder beim Solo von Blood Calling (wohlgemerkt nur beim Solo) konnten sie einen Glückstreffer vermerken, aber der Rest besteht aus austauschbarem 08/15 Dur-Geklimper. Die Musik ist so dermaßen ausdruckslos, das sie den Rohling nicht wert ist auf den sie gepresst wurde. Es ist mir absolut unverständlich wie der Nightwish Klopper Jukka Nevalainen von dieser Musik laut Promo Beilage derart begeistert sein konnte auf diesem Album die Drums einzuspielen. Bemerkenswert ist auch dass diese Band mit drei (!) Gitarren genauso drucklos klingt wie Sonata Arctica mit einer, und es die meiste Zeit auch vermeiden klassische Soli zu spielen. Theoretisch hätte ich aufgrund der teilweise doch recht intelligenten Lyrics noch einen Extrapunkt geben können, aber wenn ich da an Songs wie ‚Magdalene‘ denke wo die Melodien sogar schon in den Ohren weh tun, lass ich das wohl besser lieber. Ein Album das niemand braucht.

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01.05.2004

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2 Kommentare zu Sethian - Into The Silence

  1. crippled fluffy catcat sagt:

    08/15 goth rock halt… den sänger mag ich. es gibt bestimmt genügend, die daran gefallen finden werden…

    5/10
  2. Anonymous sagt:

    Wie sehr doch falsche Erwartungen den Eindruck dieser CD verfälschen können… Wer sich Musik im Stile von Nightwish oder Finntroll erwartet, wird beim Hören des Silberlings gewißlich enttäuscht sein – andererseits habe ich sehr stark den Eindruck, daß die Jungs von Sethian eben diese (meiner Meinung nach ziemlich ausgetretenen) Pfade verlassen wollten. Ein wenig erinnert die Scheibe an die güldenen Zeiten des AOR – beim Anhören mußte ich immer wieder an beispielsweise Giant denken. Anstatt abgedrehter Opernarien oder markerschütternder Gruntorgien findet sich hier auch eine klar definierte, eingängige Gesangslinie. Ebenso ist die Gitarrenarbeit eher etwas dezent und zurückhaltend, selbst mit drei Saitenprüglern (laut Sethian-HP wurde der dritte Gitarrist übrigens deshalb vonnöten, um den Sound des Albums auf die Bühne übertragen zu können) – dafür aber auch etwas solider, und dennoch vielschichtiger. Den Vorwurf, Sethian würde drucklos klingen, muß ich auf’s Schärfste zurückweisen: zumindest auf der Anlage meines Autos zieht beispielsweise die aktuelle Scheibe von Nightwish gegenüber "Into The Silence" klar den Kürzeren. Wobei ich abermals betonen will, daß sich die Platte nicht in das sonst übliche, nordische Troll-Pop-Genre einbinden lassen will und man ihr wahres Potential erst dann erkennen kann, wenn man sie losgelöst aus ihrem Umfeld betrachtet (ob man dazu aber in der Lage ist oder sein will, obliegt jedem selbst). ich für meinen Teil jedenfalls begebe mich immer wieder gern in die "Dream Domain", und verteile daher kompensierende 9 von 10 Punkten.

    9/10