Spineshank - Self-Destructive Pattern

Review

Wäre „Self-Destructive Pattern“ das Debüt einer völlig unbekannten New-Metal-Combo, hätte ich wahrscheinlich das Teil sogar über den grünen Klee gelobt. Nun ist dies hier aber Album Nummer 3 der Industrial-Metallern Spineshank. Nicht, dass diese Scheibe schlecht wäre, aber es fällt mir schwer hier nicht von einer Enttäuschung zu reden. Das vorangegangene Album „The Height Of Callousness“ aus dem Jahre 2000 bestand aus 11 mächtigen Songs geprägt von straighten, fast unbändigen Aggro-Grooves, einigen prägnanten Melodien und vielen Industrialsounds. Ohne Anflüge von Stumpfheit haben sie ihren Stil gefestigt und diesen konsequent durchgezogen. Der Nachfolger „Self-Destructive Pattern“ lässt dieses konsequente, moderne Metal-Brett hingegen missen. Anno 2003 versuchen Spineshank in erster Linie poppige Melodien in ihren Sound zu integrieren. Ein solcher Ansatz ist gar nicht mal verkehrt, nur klingen die neuen, wesentlich melodie-orientierten Songs eher nach kalkuliertem Kompromiss als nach gesunder Weiterentwicklung und sind beileibe nicht zwingend genug um mich mitzureißen wie zum Beispiel „Synthetic“ oder „Seamless“ vom Vorgänger. Zudem rockt die Band selbst in den härtesten Momenten gerade mal wie mit festgezurrter Handbremse. Wo ist die einstige Power geblieben? Zugegeben, Spineshank heben sich nach wie vor positiv von der New-Metal-Durchschnittsware ab, nur waren sie auch nie zuvor so nah dran im Einerlei des Hypes zu versinken. Schade.

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10.09.2003

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1 Kommentar zu Spineshank - Self-Destructive Pattern

  1. Anonymous sagt:

    Ich weiß nich ganz warum die CD unbedingt schlechter sein soll als die Vorgänger. Du hättest lieber härtere songs gehört. OK, das ist der eigene Geschmack, hätte Ich auch lieber gehabt. Nur scheinst Du ebendso wenig auf die weiterentwicklung oder von Mir aus auch Veränderung einzugehen.Du erwartest alte Härte, findest sie nicht und schon ist das album einige Punkte schlechter. Auf den neuen Songstyle hast Du dich anscheinend nicht eingelassen, denn dann hättest Du wahrscheinlich deine Meinung ein wenig geändert. Auch wenn die ruhigeren Songs ungewohnt sind haben sie trotzdem auch ihre Reize. "Smothered" ein starkes Lied mit Ohrwurmgarantie genauso wie "Beginning" sind da Paradebeispiele. Deine Kritik hört sich so an als wenn jedes Lied, dass für dich nicht genügend "POWER" hat schlecht wäre, doch dem ist nich so, wie andere Bands schon oft genug unter Beweis gestellt haben (Coldplay, Subway to Sally zB.). Um ein neues Album zu kritisieren, wäre es klasse sich nicht zu sehr an die alten zu lehnen. Thx for reading Jester +_+

    8/10