Suicide Of Society - War Investment

Review

Thrash, Thrash und noch mehr Thrash. So lässt sich „War Investment“ von SUICIDE OF SOCIETY in aller Kürze zusammenfassen. Bands dieser Stilistik gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Manch einer mag sich deshalb fragen, wer noch mehr davon braucht. Die Antwort: Wenn es so fetzt wie in diesem Fall, dann alle Liebhabenden feinster Riffgewitter.

Der lange Weg zu „War Investment“

Satte zehn Jahre hat sich die Combo Zeit gelassen, um ihren ersten Langspieler unters Volk zu bringen. Untätig waren sie währenddessen allerdings nicht. Davon zeugt das ausgereifte Songwriting auf „War Investment“.

SUICIDE OF SOCIETY knüppeln nämlich nicht stumpfsinnig nach vorne, sondern liefern oft leicht vertrackten Thrash, der sich gerne mal im Midtempo austobt. Dazu kommen atmosphärische Passagen und ja, auch Brutalo-Riffs in Höchstgeschwindigkeit erfreuen auf „War Investment“ das Thrasher-Herz. Im Titelsong verpackt die Band all das in nur sechseinhalb Minuten, ohne dass es jemals überfrachtet wirkt.

Neben verschachtelten Tracks haben die Siegener auch handfeste Hits im Gepäck. „Mass Violence“ liefert eingängige Riffs mit Headbang-Garantie. Dazu kommt ein ordentlicher Mitgrölfaktor im Refrain. So muss es sein.

SUICIDE OF SOCIETY legen ihre Einflüsse offen

Die Einflüsse liegen dabei zu jeder Sekunde auf der Hand und sind vor allem in der San Francisco Bay Area zu verorten. TESTAMENT, EXODUS und DEATH ANGEL standen für die acht Tracks hörbar Pate. Das sei an dieser Stelle definitiv als Kompliment zu verstehen, denn diese Vergleiche zeigen bereits, welch hohes technisches Können SUICIDE OF SOCIETY auf ihrem Debüt unter Beweis stellen. Das setzen sie aber nie selbstzweckhaft, sondern stets songdienlich ein.

Mit „War Investment“ liefern SUICIDE OF SOCIETY einen überzeugenden Einstand hin. Selten klang ein Thrash-Debüt in der jüngeren Vergangenheit so professionell und erwachsen, ohne den für das Genre nötigen Biss vermissen zu lassen. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass die nächste Platte der Truppe nicht weitere zehn Jahre auf sich warten lässt. Und im zweiten Anlauf vielleicht noch etwas mehr Eigenständigkeit an den Tag legt.

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01.10.2020

"Irgendeiner wartet immer."

Der metal.de Serviervorschlag

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