The Devil Wears Prada - Space

Review

Galerie mit 20 Bildern: The Devil Wears Prada auf dem Knockdown Festival 2019

Die Entwicklung von THE DEVIL WEARS PRADA zurückzuverfolgen, ist spannend. Als neuer Stern am Metalcore-Himmel gehandelt, kamen die Jungs aus Dayton, Ohio nie aus dem Mittelfeld hinaus – erfolgreich waren sie trotzdem. Überraschend, dass THE DEVIL WEARS PRADA ihren Stil trotz des Erfolgs in eine deutlich komplexere Richtung entwickelten und über die Jahre hinweg verfeinert haben. Vergleicht man die neue EP „Space“ oder das aktuelle Studiowerk „8:18“ zum Beispiel mit dem zweiten Album „Plagues“ (2007), wird der Sprung besonders deutlich.

Am Erfolg von THE DEVIL WEARS PRADA hat das wenig geändert und doch steht die neugewonnene Tiefe dem Quartett gut zu Gesicht. „Space“ fantasiert vom Weltuntergang durch eine Bedrohung aus dem All und setzt dabei klanglich auf viele Schattierungen. Metalcore ist das immer noch, doch die Einflüsse aus dem Post-Rock sind unüberhörbar vorhanden und verleihen „Space“ entsprechend Würze.

Gerade für den Ausdruck von Emotionen ist das eine Bereicherung. Auch die untergeschobenen Synthie-Effekte erfüllen ihren Zweck auf „Space“. Doch großartiges Science-Fiction-Feeling kommt deshalb nicht auf. Dafür bieten THE DEVIL WEARS PRADA aber auf brachialer wie auf gefühlvoller Ebene eine Menge. Refrains zum Mitsingen (wie in „Supernova“) gibt es ebenso wie wuchtiges Geballer („Alien“).

Trotz großer Vielfalt verlieren sich THE DEVIL WEARS PRADA aber nicht, sondern lassen den roten Faden auf „Space“ durchgehend erkennen. Ein gesundes Maß an Fixpunkten, die schnell ins Ohr gehen, treffen auf überraschende Breaks und teils unverzerrte, schöne Gitarren, zerbrechlicherKlargesang auf wüstes Geschrei – der Unterhaltungsgrad ist hoch.

Trotzdem gönnen sich THE DEVIL WEARS PRADA Momente der Schwäche. So großartig der Refrain von „Supernova“ auch ist, so lasch wirken Teile der Strophen. Die kleinen Mankos abgezogen ist „Space“ eine eindrucksvolle EP, die das Niveau, das THE DEVIL WEARS PRADA inzwischen ausstrahlen, untermauert.

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04.10.2015

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