The Devil Wears Prada - The Act

Review

Galerie mit 5 Bildern: The Devil Wears Prada - With Full Force 2013

Der Teufel steckt im Detail. Im Falle von THE DEVIL WEARS PRADA und „The Act“ ist die diabolische Herangehensweise der neuesten Veröffentlichung „The Act“ alles andere als fehlerhaft, wenn auch musikalisch gleichzeitig kurz etwas irre führender.

Der Teufel im Detail

Die Metalcorer, die eben seit ihres Bestehens die Aushängeschilder dieses Genres waren, entfernen sich von diesem mit ihrem aktuellen Rohling immer weiter, wenn auch schrittweise und leise und nicht ohne einen Schulterblick zurückzuwerfen.Während der Opener „Switchblade“ als coriges Brett mit seinem Screams und Shouts einen Sound wieder gibt, welchen man auch sonst über die Jahre von der Band gewohnt war zu hören, sackt das Ganze mit „Chemical“ und „Wave Of The Youth“ in sich zusammen, es fällt der Vorhang.

Veränderungen können sich gut anfühlen

Zum Vorschein kommen zerbrechliche Melodien mit dumpfen Gitarrenriffs, die mit der alternativer, rockiger Handschrift zu Papier gebracht wurden. Lediglich die charismatischen Vocals eines Mike Hranicas ist was am Ende was von den ursprünglichen THE DEVIL WEARS PRADA übrig geblieben ist, lediglich diese eingängige Stimmfarbe hält den Wiedererkennungswert der Band, das Trademark der Tracks nach oben und tut dies auf eine überraschend angenehme, sich gut anfühlende Weise.

Breit aufgestelltes, rockiges Gitarrenplay verbindet sich perfekt mit eingängigen Refrains („The Thread“) und macht sich Platz, macht seiner depressiven und bedrohlichen Stimmung Luft. Im hinteren Teil greifen progressives Riffing und fiese Screams nochmal aus dem Hinterhalt an und verdeutlichen den Blick zurück, zu alten Zeiten, zum alten Sound.

„The Act“: Ein letzter Blick zurück

Gerade diese Mischung aus alt und neu, diese Zwischenwelt in der sich THE DEVIL WEARS PRADA bewegen und damit im Spagat in der Luft zwischen Metalcore, Hardcore und alternativen Rock hängen, lässt „The Act“ alles andere als ein Durcheinander von stilistischen Versuchen wirken. Denn selbst der geschlagene Bogen zwischen bitterbösen Shoutings und einem rockigen Teppich an Gitarren, der mehr an Stadion-Rock als an Metalcore in einem kleinen, düsteren Club erinnert, funktioniert hier erstaunlich gut.

THE DEVIL WEARS PRADA: Spannnende Entwicklung

Wer THE DEVIL WEARS PRADA in ihrem neuen Release sucht, der wird sie definitiv auch finden, aber eben nicht auf den ersten Blick. Die einstigen Mitbegründer der Metalcorers entwachsen mehr und mehr den Schuhen, die sie sich vor Jahren mit wütend krächzenden Tönen über gezogen haben und sind deutlich leiser geworden ohne sich dabei in kitschigen, zuckerigen Emotionen zu verlieren. „The Act“ ist für DEVIL WEARS PRADA eine abwechslungsreiche, spannende Entwicklung, die in ihrer Gesamtheit sowohl auf Zuspruch als auch auf Widerspruch treffen wird. Denn Veränderungen sind schwierig. „The Act“ ist es aber nicht, sondern gute Arbeit.

 

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15.11.2019

It`s all about the he said, she said bullshit.

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