Tilt X - Resurrection

Review

Weshalb die Burschen von TILT X ihr Album „Resurrection“ genannt haben, weiß ich nicht, tot war das Quartett bislang jedenfalls noch nicht, so dass es an sich auch keiner Auferstehung bedürfte. Aber egal, in Wahrheit ist das Gegenteil ist der Fall, die Jungs haben nämlich schon mehrfach bewiesen, dass sie quicklebendig sind, unter anderem durften sie sich bereits über die Teilnahme beim Österreich-Finale des „Emergenza“-Festivals freuen und erhielten darauf hin auch überaus positives Feedback.

Auch auf Tonkonserve deutet nichts auf ein „Ableben“ hin, denn TILT X lassen uns auf ihrem ersten Langeisen ein vielschichtiges und facettenreiches Programm vernehmen, dass sowohl den Rock, wie auch den Metal abdeckt und zudem erkennen lässt, dass die Band ihre „Ausbildung“ zwar sehr wohl in der „alte Schule“ absolvieren durfte, allerdings auch zeitgeistigen Elementen durchaus aufgeschlossen gegenübersteht und diese durchaus kompetent in ihr Soundkostüm zu integrieren versteht.

Auch stilistisch agieren die Wiener überaus variabel und lassen neben traditionell gelagerten, heftigen Dampfhämmern, sowie zeitgemäßen, Rhythmus-betonten Brechern und fetten Mid-Tempo-Groovern auch jede Menge an balladesken Klängen ertönen. Auffällig und überaus lobenswert ist aber nicht nur diese Tatsache an sich, als vielmehr der Umstand, dass sich TILT X niemals zu deutlich an irgendeiner Szene-Größe orientieren, sondern durchaus erpicht wirken ihre eigene Duftnote zu versprühen. Ebenso positiv fällt auf, dass es die Burschen schaffen, selbst in den ruhigen Momenten auf unnötigen Schnickschnack zu verzichten und auch die „Kitsch-Kiste“ verschlossen halten.

Auch wenn die wirklich zwingenden Momente und ganz großen Melodien noch fehlen, bin ich mir sicher, dass wir von TILT X noch einiges zu hören bekommen werden, denn Ansätze wie auch Marschrichtung wirken bereits korrekt. Meiner Meinung nach könnten es diesen Jungs mit dem einen oder anderen Hit in der Hinterhand sogar schon beim nächsten Versuch auch auf die ganz großen Festivals, wie das hiesigen „Nova Rock“, schaffen. Eine Fehlbesetzung wären sie dort aber auch zum jetzigen Zeitpunkt auf Grund ihres „Konsens-Sounds“ mit Sicherheit nicht.

09.02.2011

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