Vicious Knights - Alteration Through Possession

Review

VICIOUS KNIGHTS klingen auf ihrem Debütalbum „Alteration Through Possession“ wenig subtil nach Teutonen-Thrash-Mitbegründern wie KREATOR und vor allem den frühen SODOM. Trotz des Sounds stammt das Trio nicht aus dem Ruhrpott, sondern aus Griechenland. Seine Heimat weist mit SUICIDAL ANGELS mindestens einen in der jüngeren Vergangenheit erfolgreichen Thrash-Export vor.

Halten VICIOUS KNIGHTS mit den Vorbildern mit?

VICIOUS KNIGHTS treten in jeglicher Hinsicht in große Fußstapfen. Die wollen sie mit rabiatem Geprügel ausfüllen, das keinerlei Gefangenen macht. „They Cast No Shadow“ macht es vor: Die Formel dafür beinhaltet vor allem schnelle, riffgetriebene Passagen, die sich gelegentlich mit schleppendem Mid-Tempo abwechseln.

Die thrashigen Gitarrenarbeit garniert die Band regelmäßig mit einer punkigen Attitüde, etwa im pfeilschnellen „Sleep With The Ghouls“. Darin findet sich sogar ein recht auffälliger Spielfehler im Break zum Outro. Was manch einer als Kritikpunkt anbringen würde, passt im Falle von „Alteration Through Possession“ perfekt zur von der Band transportierten Attitüde.

Denn in den 35 Minuten Laufzeit wird insbesondere eines klar: VICIOUS KNIGHTS scheißen auf alles. Technische Finesse? Egal! Saubere Produktion? Egal! Angesagte Trends? Noch nie von gehört! So und nicht anders fühlt sich „Alteration Through Possession“ an.

„Alteration Through Possession“ ist ein musikalischer Kahlschlag

Klar, wer jegliche Form von Innovationen in der Musik sucht, kann die Platte getrost ignorieren. Ebenso hat echte Virtuosität auf „Alteration Through Possession“ trotz des hohen Tempos keinen Platz. Aber auch das dürfte VICIOUS KNIGHTS vollkommen am Allerwertesten vorbeigehen. Das Trio ist viel zu sehr damit beschäftigt, alles kurz und klein zu schlagen, als sich um mögliche Vorwürfe seitens der Musikelite zu kümmern.

Die musikalische Berserkerattacke unterhält durchweg. Allerdings kann man nicht die Tatsache ignorieren, dass „Alteration Through Possession“ das Gedächtnis fast so schnell wieder verlässt, wie die Platte im Affenzahn an Hörenden vorbeirauscht. Somit taugt das Album in erster Linie als Wutventil für zwischendurch. Angesichts der Asi-Attitüde der Band dürfte genau das ihr Ziel sein.

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21.01.2022

"Irgendeiner wartet immer."

Der metal.de Serviervorschlag

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