Walls Of Jericho - A Day And A Thousand Years

Review

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1999 legte eine der heutzutage einflussreichsten Hardcore/Metalcore-Kapellen, WALLS OF JERICHO, einen Blitzstart hin. Die EP „A Day And A Thousand Years“ nahm die Szene im Sturm. Besonderes Markenzeichen der Truppe aus Michigan: ihre Frontfrau Candace. Noch nie zuvor präsentierte sich das vermeintlich schwache Geschlecht im Hardcore-Genre dermaßen brutal, angepisst, energiegeladen und seinem Genuspendant ebenbürtig.
Auch nach mittlerweile zwei weiteren Alben – „The Bound Feed The Gagged“ (2000) und „All Hail The Dead“ (2004) – nötigt einem die Röhre der an sich zierlichen und tätowierten Dame gehörigen Respekt ab. Gerüchten zufolge soll Candace auch schon mal richtig drauf hauen, wenn ihr ein Herr der Schöpfung baggertechnisch zu nahe kommt. Glauben kann man das ungesehen. Songs wie der Titeltrack, „Our Fate Ends“ oder „Collecting On A Debt“ (auch heute noch im Liveset der Band) sind ob der stimmlichen Brachialität, die 1999 noch jegliche Gesangsmelodien vermissen ließ, Beweis genug.
Auch musikalisch machte die aus dem Dreigestirn EARTHMOVER/APATHEMY/TANK hervorgegangene Truppe damals keine Gefangenen. Oftmals schwermetall-lastiger Hardcore pendelte zwischen groovigem Midtempo-Mosh und fiesen High-Speed-Vernichtungswalzen. Natürlich gingen WALLS OF JERICHO vor sieben Jahren noch nicht so zielsicher und ausgereift zu Werke wie heute, aber das Fundament ihres durchschlagenden Erfolgs, der sie mittlerweile an die Spitze ihres Trustkill Labels katapultiert und auf beinahe jedes namhafte Festival geführt hat, war auch kurz vor Milleniumswechsel schon erkennbar.
Schade, dass Genet Records nichts an Bonusmaterial auf diesen Viertelstünder gepackt haben. Dass die rohe Produktion unverändert belassen worden ist, passt zum Charme dieser Platte. Die Spielzeit geht allerdings nur in Ordnung, wenn das Teil zum absoluten Niedrigpreis in den Läden steht. Zudem taugt dieser Re-Release wegen der fehlenden Extras nur für Leute, die die Originalversion noch nicht besitzen und sich somit einen Einblick in die raueren Anfangstage dieser Band verschaffen wollen.

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01.02.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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