Ava Inferi
Interview zu "Blood Of Bacchus"

Interview

Mit ihrem dritten Album “Blood of Bacchus“ beweisen AVA INFERI einmal mehr, dass schwermütige Musik nicht immer aus dem Norden Europas kommen muss. Gitarrist Rune „Blasphemer“ Eriksen, der seit einigen Jahren in Portugal lebt und dort mit AVA INFERI einen musikalischen Neuanfang wagte, stellte sich pünktlich zur Veröffentlichung meinen Fragen. Der spürbar gut gelaunte Songwriter und Gitarrist versorgt mich dann auch nicht nur mit allerhand Informationen und Hintergründen zu „Blood of Bacchus“, sondern zeigt sich auch als Weinliebhaber und -kenner. Aber lest selbst:

Ava Inferi

Hallo Rune! Zunächst herzliche Glückwünsche zur Fertigstellung von „Blood of Bacchus“. Bist du zufrieden mit dem Ergebnis, persönlich und im Namen der Band?

Cheers! Ja, ich denke, wir alle sind sehr glücklich mit dem finalen Resultat, auch dieses Mal. Wir wollten ein vielfältigeres und musikalisch „improvisierteres“ Album erreichen, verglichen mit „The Silhouette“, und ich denke wirklich, dass wir uns erfolgreich in eine für uns richtige Richtung bewegt haben. Das Komische daran ist, dass wir in den letzten Monaten tatsächlich fünf bis sechs Mal wöchentlich geprobt haben, damit das Album so klingt wie jetzt. Anders gesagt spüre ich, dass eine Menge Energie und Willen darin steckt, wahrscheinlich auch viele alternative musikalische Auflösungen – Dinge die wir während dieser Marathon-Vorbereitung gemeinsam erarbeitet haben. Ich glaube auch, dass es kein sehr unmittelbares Album ist – wieder einmal, würde ich fast sagen, aber so klingt AVA INFERI 2009 nun mal: Rätselhaft, lebendig, aber auch melancholisch.

Du hast während der letzten Jahre deinen Lebensmittelpunkt von Norwegen nach Portugal verlegt. Würdest du sagen, dass diese Veränderung einen Einfluss auf deine Art, Musik zu schreiben, hatte – oder spielen Landschaft und Temperament der Menschen nur eine kleine Rolle in deiner musikalischen Welt?

Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass Dinge sich ändern, anders erscheinen, wenn man so einen Wechsel durchmacht. Das Wetter, die Natur, die Stimmung, alles ist anders als das, was ich in Norwegen gewohnt war, und letztendlich beeinflusst mich das auch persönlich; und weil es mich persönlich beeinflusst, wird sich das auch in der Musik selbst wiederfinden.

Ich würde sagen, dass ich eine entspanntere Seite von mir entdeckt habe, als ich hierunter gezogen bin. Das liegt natürlich nicht nur an der Klimaveränderung, sondern auch an der symbolischen, ja fast wörtlichen Möglichkeit, gewisse Dinge mit Abstand zu betrachten. Ich habe mich von meinem „Brennpunkt“ wegbewegt und bekam so die Möglichkeit, alles von einem anderen Standpunkt zu sehen. Ich schätze, ich will damit sagen, dass es gut war, einen neuen, frischen Anfang zu wagen – ich hatte in Oslo eine Sackgasse erreicht, die meine Kreativität fast versiegen ließ. Dies ist zweifelsohne die wichtigste Veränderung. Ein weiterer Knackpunkt ist, dass die Zeit an keinem von uns einfach vorübergeht, und mit dem Alter wächst auch die Verantwortung, die ihrerseits zu einem Reifeprozess und Selbstreflexion führt. Das alles zusammen ist wohl das, was sich in der „Magic Box“ AVA INFERI verbirgt.

Auf eurer Homepage wird der portugiesische Begriff „Fado“ gebraucht, um Teile eurer Musik zu beschreiben. Kannst du erklären, was „Fado“ [dir] bedeutet, viele Metal Fans sind Fado während ihrer musikalischen Entwicklung vermutlich nie begegnet.

Fado ist ein portugiesisches Wort, das ursprünglich soviel wie „Schicksal“ bedeutet. Im musikalischen Sinn verstehe ich darunter sehr emotionale und schwermütige Lieder, normalerweise mit einem Sänger/einer Sängerin, der/die von einem Gitarristen begleitet wird, oft in Form eines Accompagnato-Rezitativs [eine Form des Rezitativs, bei der sich der gesungene Text bzw. die empfundene Emotion in der instrumentalen Begleitung widerspiegelt – Anm. d. Verf.]. Manchmal wird das gesamte Szenario improvisiert, was es noch realistischer macht. In meinen Augen sind die berühmtesten Fado-Sängerinnen AMÁLIA RODRIGUES, die wahrscheinlich DIE Definition des Fado ist, MARIZA und DOLÇE PONTES. Die letzten beiden haben einen etwas moderneren Zugang zum Fado, und wenn man einen „eingeborenen“ Portugiesen fragt, wird man wahrscheinlich andere Namen hören.

Seit ich hierher gezogen bin, fasziniert mich dieser Gesangsstil und ich entwickelte schnell die Idee, Fado in unsere metallische Arbeitsweise einzubinden. Ich habe auch schnell gemerkt, dass Carmen den Fado im Blut hat, denn sehr häufig singt ihre Großmutter – oder manchmal ihre gesamte Familie – Fado bei ihnen daheim, hehe. Wir starteten gemächlich auf „Burdens“, auf dem mit „Vultos“ ein portugiesischer Song enthalten war, der aber nicht wirklich als Fado-Song rüberkam – „Dança Das Ondas“ auf „The Silhouette“ trägt deutlichere Fado-Züge. Wir haben sogar ein Video zu diesem Song gemacht und das Feeling des Songs in animiertem Stil festgehalten. Auf dem neuen Album haben wir einen Song, der „Tempestade“ heißt und in seinem Ansatz sehr nah am Fado ist. Wahrscheinlich ist das keine komplett neue Idee, aber ich kenne keine Band, die damit so weit gegangen ist wie wir.

Verglichen mit eurem letzten Album „The Silhouette“ scheint sich die Produktion auf „Blood of Bacchus“ nicht großartig verändert zu haben – dennoch klingt das Album ein wenig schwerer. Was wolltet ihr bei der Produktion von „Blood of Bacchus“ erreichen – und habt ihr es erreicht?

Ich bin der Meinung, dass die Produktion sich deutlich geändert hat. Die Musik hat jetzt eine reichere und wärmere Atmosphäre, aber ich denke wir haben es geschafft, ganz nach AVA INFERI zu klingen, wenn du weißt, was ich meine; eine Verbindung zu den vorigen Alben ist durchaus vorhanden. „The Silhouette“ war atmosphärisch moderner, offener – „Blood of Bacchus“ fängt eher die organische Essenz dessen ein, was wir zu vermitteln versuchen. Nichtsdestoweniger werden wir auch weiterhin verschiedene Studios und Produktionstechniken ausprobieren, denn der Klang ist so wichtig wie das Album selbst. Den perfekten Klang zu finden und mit dem perfekten Album zu vereinen…

Wenn ich ein wenig mehr auf die technischen und musikalischen Details auf „Blood of Bacchus“ achte, meine ich, deine „Trademarks“ – z.B. bestimmte Licks, rhythmische Figuren, Synkopen etc. – etwas deutlicher im Vordergrund zu entdecken als auf den ersten beiden Alben. Denkst du, das war eine ganz natürliche Entwicklung?

Ich sehe darin das Resultat der vielen Proben – ich glaube, das erklärt „Blood of Bacchus“ und warum es so klingt wie es klingt. Wie schon erwähnt haben wir fünf bis sechs Mal in der Woche für dieses Album geprobt und hatten für jeden Song etwa ein Dutzend alternative Auflösungen. Das war ein sehr intensiver Prozess und während der Proben waren wir wirklich kreativ und konzentriert, was dann zu dieser improvisierten „Spielfreude“-Atmosphäre führte; sich einfach treiben zu lassen und das Gelände zu erkunden, das die Songs boten. In manchen Momenten waren wir nah dran, zu einer Prog-Band zu werden, hehe… Aber am Ende ist es der Song, der zählt, und ich denke wir haben es geschafft, uns und die Songs auf den Boden zurückzuholen, ohne den progressiven Einschlag zu vernachlässigen, den wir im Lauf der Zeit entwickelt hatten.

Ich denke auch, dass wir als Band zusammengewachsen sind – als Band, in der musikalisch alles möglich ist. Ich würde sagen, das ist eine gesunde natürliche Entwicklung in der Gruppe. Die kompositorischen Vorgänge unterschieden sich auch von den bisherigen: Wir fingen dieses Mal mit ein paar Ideen von mir an, die ich daheim aufgenommen hatte. Ich präsentierte die ersten beiden Riffs oder so, und wir haben zusammen von dort aus weitergemacht. Auf „Burdens“ und „The Silhouette“ habe ich im Prinzip alles selbst in meiner Wohnung geschrieben, die Musik bekam dadurch einen deutlich introvertierteren Charakter.

Ich erinnere mich an ein Interview aus der Zeit, als du noch Teil von MAYHEM warst (es war zwischen „Chimera“ und „Ordo Ad Chao“, wenn ich mich nicht täusche), darin sagtest du, dass du für jedes Album wieder bei Null anfängst. Gilt das auch für AVA INFERI (insbesondere in Bezug auf meine letzte Frage) und in welchem Maße siehst du deine „Black Metal-Vergangenheit“ in deinen Ansatz bei AVA INFERI eingebettet?

Nicht wirklich. Ich starte nicht mit komplett neuen Visionen von AVA INFERI zwischen den Alben. Und ich weiß schon jetzt, dass ich auch weiterhin mehr oder weniger dieselben Ansätze verfolgen werde. Das heißt nicht, dass die Musik immer gleich klingen wird, es wird immer leichte Veränderungen geben, denn ich sehe mich selbst als sich entwickelnder Künstler. Das nächste Album wird wahrscheinlich greifbarer, denn wir sind mit „Blood of Bacchus“ im progressiven Sinn so weit gegangen wie wir gehen wollten. Dennoch werden all unsere kommenden Alben diese gewisse AVA INFERI-Atmosphäre, diese gewisse Botschaft tragen, und wir werden auch an unserem Gothic Doom-Stil festhalten. Manche Dinge werden sich nicht verändern oder auch nur leicht entwickeln.

Meine bisherigen musikalischen Abenteuer haben keinen Einfluss auf AVA INFERI oder die Vision, die wir mit der Welt teilen wollen. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge, die nicht miteinander verquickt werden können. Nichtsdestoweniger bin ich immer noch derselbe Mensch, nur etwas ruhiger und aufgeschlossener, und meine Inspirationen werden immer meine Inspirationen bleiben. Ich bin in der Lage, meine Riffs in gewissem Ausmaß weiterzuentwickeln, aber – zumindest hoffe ich das – man wird immer hören können, wer dahintersteckt. Ich setze meine Unterschrift unter meine Riffs wie jeder andere Gitarrist auch und diese Unterschrift wird zu finden sein, so lange ich Musik mache.

Leider hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, die Songtexte von „Blood of Bacchus“ zu lesen, daher würde mich interessieren, ob es eine Art Konzept hinter „Blood of Bacchus“ gibt – abgesehen davon, dass ihr euch offensichtlich bis an die Zähne mit Rotwein bewaffnet im Studio eingeschlossen hattet.

Hmmm, ich würde nicht sagen, dass ein ausgereiftes Konzept hinter „Blood of Bacchus“ steht. Es gibt aber einen deutlichen roten Faden in den Songs, sowohl musikalisch als auch textlich. Wenn ich für mich als Komponisten spreche, war das Album eine Art Zuflucht während der letzten Angelegenheiten mit MAYHEM und dem ganzen Drumherum. Dieses Album war mein Stützpfeiler, mein Refugium in der Zeit, als Dinge über mich hinweg stürmten, die mit meinem Ausstieg und auch der Situation davor zu tun hatten. Als es sehr unbequem wurde – und so war es in der letzten Zeit bei MAYHEM für mich – war es dieses Album, in das alles hineinfloss. All die Negativität landete auf „Blood of Bacchus“, und daher ist es auch ein sehr reinigendes Album für mich, ein bisschen wie ein kathartisches „Gefährt“, das mich vorantrieb. Ich glaube, dass man das auch zu einem gewissen Maß im Albumtitel wiedererkennt, denn er zeigt sowohl Lebensfreude als auch die Opfer, die erbracht werden müssen oder mussten – den Lebenssaft, der vergossen wurde. Ich würde sagen, es ist ein sehr symbolischer Titel für mich und die Zeit, in der das Album entstand, mit all diesen Dingen, die da abliefen. Ich möchte eigentlich nur Frieden und Harmonie für mich erreichen, das ist wahrscheinlich für Viele das oberste Ziel, und ich glaube, dieses Album hat mir, viele sehr intensive Situationen begleitend, geholfen, mir dieses Ziels bewusst zu werden. Ich sehe in dem Album das letzte Überbleibsel von etwas Vergangenem, das mir erlaubt, die Brücke zu meiner Selbstfindung zu passieren.

Betrachtet man die leichtere und freudigere Seite des Albums, muss ich gestehen, dass – wie du schon erwähntest – ich und auch der Rest der Band sehr passionierte Weintrinker sind, hehe. Weißt du, wenn ich auf meiner Terrasse sitze und ein Glas fruchtigen und perfekt ausbalancierten Weins genieße, der von einem Weingut stammt, das ich von dort aus fast sehen kann, ist das eine wunderbare Sache. Wir sind hier wirklich mit sehr guten Weinen gesegnet, und das sind nicht nur rote. Es gibt sehr viele interessante Vertreter des so genannten „Vinho Verde“, was übersetzt „grüner Wein“ bedeutet. Er erinnert ein bisschen an Weißwein oder teils auch Champagner, ist aber ein wenig frischer und blumiger im Geschmack. Im nördlichen Teil des Landes ist „Vinho Verde“ sehr beliebt und er stammt auch hauptsächlich daher, weil hier die lokalen Traubensorten wir Loureiro und Arinto wachsen. Es gibt interessanterweise auch eine rote Variante, den „Vinho Verde Tinto“, die einen etwas herberen Geschmack besitzt. Junge Weine, die hervorragend zu Grillfesten an heißen Sommertagen passen, das sage ich dir! Und es gibt auch fantastischen Rosé hier, für mich sogar einen der besten Rosé-Weine der Welt. Oh, ich bin wohl ein wenig abgeschweift, aber ich vermute, dir ist jetzt die Bedeutung dieses „himmlischen Wassers“ für uns bewusst, haha.

Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, wer die Songtexte für AVA INFERI schreibt. Könntest du ein wenig Licht ins Dunkel bringen oder gar Inspirationsquellen nennen?

Normalerweise schreibt Carmen die Texte für AVA INFERI. Sie ist die Quelle unserer schönen und traurigen Dichtung. Ich kann nicht wirklich tiefgehend in ihrem Namen über ihre Inspirationen sprechen, aber in ihrer Stimme entdecke ich ein wenig Lisa Gerrard (DEAD CAN DANCE) und sogar Anneli Decker (BEL CANTO). Musikalisch gesehen haben frühe Gothic Bands wie FIELDS OF THE NEPHILIM, BAUHAUS und COCTEAU TWINS ihren Stil beeinflusst, in ihrer Stimmbreite und ihrer Melodik sehe ich auch einige Verbindungen zu den Kelten oder mittelalterlichen Ansätzen. Das ist auch etwas, dass in ihren a capella-Songs durchscheint, sogar in „Black Wings“ auf diesem Album. Ein weiterer cooler Aspekt ist, dass sie schon immer ein großer DORO PESCH-Fan gewesen ist und ihre vielen Werke mit Hochachtung sieht. Wer tut das nicht? Sogar ich mag WARLOCK sehr…

Wo wir gerade bei ihrem Gesang sind: Ich bin sehr beeindruckt – nicht nur von Carmens technischen Fähigkeiten und ihrem Stimmumfang, sondern auch von den relativ schwierigen Melodien, die vermutlich auf eure ungewöhnlichen Harmonien zurückgehen. Kannst du ein bisschen was über die Entwicklung der Gesangslinien erzählen? Entstehen sie während der Proben oder sind sie eher das Resultat einer theoretischeren Annäherung?

Der Großteil entsteht während der Proben, würde ich sagen, aber wir arbeiten auch viel daheim, um die Atmosphäre und den stimmlichen Ausdruck richtig hinzubekommen. Manche Abschnitte, für gewöhnlich die Hauptmelodien, entstehen bei uns zuhause, da werden sowieso die meisten Ideen geboren, sowohl an der Gitarre als auch später für Carmens Gesang. Ich denke, du liegst ganz richtig mit deiner Vermutung, dass meine Musik es nicht immer einfach macht, dazu zu singen, denn ich habe die Angewohnheit, Drehungen und Wendungen in die Musik einzubauen, um sie interessanter zu machen. Wenn ich darüber nachdenke, hat sich Carmen tatsächlich zu „Burdens“-Zeiten darüber beklagt. Es war komplett neu für sie, weil sie es gewohnt war, zu eher „ätherischer“ oder akustischer Musik zu singen. Ich denke aber, dass wir uns mittlerweile sehr gut auf den Stil des jeweils anderen eingestellt haben und versuchen, das Beste aus beiden Welten herauszuarbeiten. Ich stimme dir jedenfalls vollkommen zu, sie hat eine erstaunliche Stimme und wahrscheinlich die beste, die ich in unserem Genre je gehört habe. Und ich bin hier wirklich nicht parteiisch, hehe! Ich glaube wirklich, dass sie einen gewissen „Touch“ in ihrer Stimme hat, etwas, das nicht von dieser Welt ist. Ich empfinde Frieden und Trost, sobald sie anfängt zu singen – näher kann sie einem Engel nicht kommen.

Bleiben wir noch einen Moment beim Gesang: Im Song „Black Wings“ singt Carmen ein Duett mit ULVERs Krystoffer „Garm“ Rygg. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit – war sie schon länger geplant oder kam die Idee erst während der Aufnahmen in Norwegen zustande?

Im Prinzip entwickelte sich die Kooperation schon, als Carmen und ich das letzte ULVER-Album anhörten. Plötzlich hatten wir die Idee, Garm einzuladen, mit uns etwas zu machen. Das war dann auch überhaupt kein Problem, denn ich kenne ihn schon seit einigen Jahren – eine E-Mail später hatte ich seine Zustimmung. Im Grunde hat er seinen Teil bei sich im Studio aufgenommen und uns dann per Mail zukommen lassen, während wir in Norwegen waren. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, sollte er natürlich ursprünglich in „Appeler les Loups“ singen [der Titel bedeutet übersetzt „Anruf an die Wölfe“ – Anm. d. Verf.]… aber da haben wir keinen Platz für ihn gefunden, deshalb ist er jetzt in dem engelshaften a capella-Stück zu hören, das Carmen geschrieben hat. Ja, das war sogar der Grund, warum ich dem Song einen Namen mit „Wölfen“ gegeben hatte… als Bezug, auch wenn auf Französisch, und letztendlich ist er am Song hängengeblieben. Ein durchaus informativer Exkurs, oder!?

Ihr habt vor kurzem einige Konzerte in Deutschland gespielt. Was sind eure Pläne für die Zukunft – wird das deutsche Publikum die Gelegenheit bekommen, „Blood of Bacchus“ auf der Bühne zu sehen?

Ja, wir haben gerade eine dreiwöchige Tour mit TIAMAT und THE 69 EYES beendet, und ich denke, die Tour lief für uns sehr erfolgreich. Wir haben unterwegs eine Menge neue Freunde und Fans gewinnen können, wir freuen uns definitiv auf eine Rückkehr. Das Schöne an dieser Tour war, dass wir ungefähr sechs bis sieben Shows in Deutschland spielen konnten – ich glaube, das war wirklich gut für uns, denn Deutschland und das Metal-Publikum dort sind wirklich überwältigend. Wir werden übrigens auch einen Gig auf dem berühmten Wave Gotik Treffen Ende Mai spielen, das wird eine neue und aufregende Erfahrung für uns.
Davon abgesehen beginnt jetzt auch wieder harte Arbeit: Neue Songs wollen geschrieben werden, dazu werden wir Zeit und neue Energie brauchen – auch um zu zeigen, dass auch weiterhin mit uns zu rechnen ist.

Vielen Dank für das Interview – die letzten Worte gehören selbstverständlich dir:

„Danke Schön!“ [auf deutsch] für das Interview und das Interesse. Haltet euch über unsere offiziellen Kanäle auf dem Laufenden bezüglich künftiger Konzerte. Wir können es kaum erwarten, zurückzukehren und ein volles Liveset im Namen von Bacchus zu präsentieren. Peace.

18.05.2009

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