Griftegård
Griftegård

Interview

Wie ihr schon sicherlich in dem Review gelesen habt, gehört GRIFTEGÅRD – zumindest für mich – zu der Doom Metal-Entdeckung des Jahres 2008. Anlässlich der kommenden Record Release-Party von den niederländischen Occult Rockern von THE DEVIL’S BLOOD im nächsten Monat, bei der sich auch die fünf Schweden die Ehre geben werden, wurde es an der Zeit, den Kopf der Band, Ola Blomkvist, zu GRIFTEGÅRD zu befragen. Um etwas Licht in die dunklen, musikalischen Machenschaften zu bringen, wurde über Biographisches, Spiritualität, Gehirnwäsche durch Religionen und Neuigkeiten zum kommenden Debüt-Album "Solemn.Sacred.Severe" im folgenden aufschlussreichen Interview geplauscht.

GriftegårdHallo Ola. Danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Um ehrlich zu sein, war es nicht gerade einfach adäquate Fragen zu finden, da ihr schon eine kurze Übersicht über GRIFTEGÅRD auf eurer myspace-Seite veröffentlicht habt (für die Interessierten: http://www.myspace.com/griftegrd).
Obwohl ich dich nicht weiter nerven will mit Fragen zu eurer Biographie, würde ich dich gerne darum bitten, uns kurz zu erläutern, wie ihr GRIFTEGÅRD aus der Taufe gehoben habt und zu welchem Zweck, da ich annehme, dass GRIFTEGÅRD noch nicht jedem Leser bekannt ist.

Ola: Hej. Wieso ich zusammen mit Per Broddesson die Initiative ergriff, GRIFTEGÅRD zu gründen, entstand daraus, da wir beide nach dem Ableben unserer vorherigen Band THE DOOMSDAY CULT fühlten, noch nicht mit Doom Metal abgeschlossen zu haben – der Drang zu kreieren und uns durch Doom Metal auszudrücken, hat sich als unversehrt erwiesen. Das bedeutet, dass GRIFTEGÅRD nicht als eine Fortsetzung von THE DOOMSDAY CULT gesehen werden darf, da das Konzept um GRIFTEGÅRD weitaus introspektiver und persönlicher ist, so wie es langsamer und viel sakraler ist.

In THE DOOMSDAY CULT habe ich mit Sänger Jakob die Texte geschrieben, in GRIFTEGÅRD kümmere ich mich selbst um das geschriebene Wort und das macht einen klaren Unterschied in der Philosophie zwischen den beiden getrennten Einheiten aus.

Wie auch immer, Per und ich haben den Kontakt mit Dennis Olsson (ehemaliger Schlagzeuger von THE DOOMSDAY CULT) wiederhergestellt, um den Platz des Bassisten zu füllen. Bass ist eigentlich sein Hauptinstrument. Ferner haben wir drei damit begonnen, Schlagzeuger unter die Lupe zu nehmen. Nachdem wir es mit drei „Fellmännern“ probiert hatten, rannten wir in Jens Gustafsson, der unseren Anforderungen an einen Drummer perfekt entsprochen hat und mit ihm kam Sänger Thomas Ericksson, der unsere gesamten Erwartungen um Meilen übertroffen hat! Dies geschah Anfang 2006, als sich die Seelen dieser fünf (sehr) verschiedenen Individuen vermischten und GRIFTEGÅRD war gegründet.


Letztes Jahr hat mich ein Bekannter mit GRIFTEGÅRD bekannt gemacht. Ich war sofort überwältigt von der brodelnden Atmosphäre, dem langsamen, fast schon dramatischen und gospel-ähnlichen Sound, der etwas Außergewöhnliches neben den meisten Doom Metal-Bands heutzutage hat. Obwohl der Vergleich mit CANDLEMASS für einige offensichtlich wäre, da ihr beide aus Schweden kommt und diesen religiösen Aspekt inne habt, trägt ihr eine viel dunklere und okkultere Präsenz zur Schau. Wie arbeitet ihr an euren Songs? Plant ihr diese auf eine Art?

Danke für deine Worte bezüglich unserer Lieder. Ich schätze es besonders, dass du auf unsere geistliche – oder gospel-ähnliche – Stimmung eingehst, da dies in dem Kern unserer Philosophie ist. Ich bin ebenso glücklich zu hören, dass du denkst, dass GRIFTEGÅRD diese zusätzliche Dimension hat, denn wirklich: das ist es, nachdem ich selbst in einer Band gesucht habe. Vergleiche zu CANDLEMASS sind unvermeidlich, schätze ich, und auch etwas, worüber wir uns gar nicht beschweren (es gibt weitaus schlimmere Bands, mit denen man verglichen werden kann als den monolithischen CANDLEMASS), obwohl es niemals unser Ziel war, wie irgendjemand anders außer uns selbst zu klingen.

Unsere „Arbeitsordnung“ ist, dass ich bis jetzt den Anderen Ideen und Riffs auf Proben präsentiert habe und dann haben wir die Lieder zusammen arrangiert. Per fügt Soli und Harmonien hinzu und wenn wir ein Grundgerüst haben, gehe ich mit Thomas durch die Philosophie hinter den Texten. Es ist extrem wichtig für mich, und dann für ihn, dass er alle Aspekte und Dimensionen der Texte versteht, bevor er anfängt zu singen. Sonst kann das ganze Spektrum der Botschaft nicht realisiert werden. Glücklicherweise haben wir beide eine spezielle Bindung (verdammt, wir sind sogar an dem selben Tag geboren!). Demnach ist dieser Part für gewöhnlich sehr einfach und zudem, neben seinem großartigen Sangestalent, verfügt er über die Gabe, die richtigen Akzente bei den Vocals zu finden.

Was sind die hauptsächlichen Inspirationen für das Konzept hinter GRIFTEGÅRD, entweder musikalisch, lyrisch oder spirituell?

Die verschiedenen Quellen der Inspiration, die etwas beisteuern, um die Band zu dem zu machen, was sie ist, sind ziemlich mannigfaltig. GRIFTEGÅRD kann als Teil eines Fortsatzes meiner persönlichen Grübeleien über verschiedene philosophische, religiöse und psychologische Themen und Teil unserer kollektiven musikalischen Vorlieben angesehen werden. Ich denke, dass meine folgenden Antworten ein wenig Licht ins Dunkel bringen werden, von wo wir herkommen. Demnach werde ich an dieser Stelle nicht ausführlicher werden.

Offensichtlich bist du sehr an Religionen interessiert. Was denkst du persönlich über Glauben, Religionen oder Konfessionen im Allgemeinen und woher kommt die Faszination für religiöse Themen?

Ich bin schon seit meiner Geburt religiös geneigt, da ich als „Zeuge Jehovas“ geboren wurde. Ihre wertende und apokalyptische Weltsicht beherrschte komplett meine Seele und meinen Geist seit der frühen Pubertät, als meine Eltern die „Zeugen Jehovas“ verlassen haben. Seitdem bin ich ein Sucher. Tief religiös (brain washed) gewesen zu sein und diesen Glauben verloren zu haben, ohne fähig zu sein, das zu ersetzen, hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich fühle mich zu Hause in der Geistlichkeit. Egal, was die weltliche Form sein mag. Sei es christlich, satanisch, heidnisch – der innere Kern ist spirituell derselbe, denke ich.

Was bekommt sonst noch deine Aufmerksamkeit geschenkt neben theologischem Stoff?

Ich bin sehr vernarrt in Tiere und widme meinem Pferd, zwei Hunden und sechs Katzen eine Menge Zeit. Tiermisshandlung ist etwas, dass mich zum Berserker machen kann. Ich bin ebenso fasziniert an Verschwörungstheorien und Leuten wie David Icke, Jordan Maxwell und Alan Watts sowie Zecharia Sitchin. Das heißt nicht, dass ich alles glaube, was ich lese, aber ich denke, dass es wichtig ist seine Augen offen zu halten. Neben dem suche ich Wahrheit und Schönheit.


Beide Lieder der „Psalm Bok“-EP sind nach bedeutenden historischen Personen benannt. Der Bibelforscher und Gründer der „Internationalen Bibelforschungsbewegung“ Charles Taze Russell und Maler Paul Gustave Doré, der die Schriften Russells illustriert hat. Offensichtlich gibt es zwischen den Beiden eine Verbindung. Die Arbeiten Dorés wurden bereits für eine Menge Cover verwendet, aber niemals zuvor hat eine Band historischen Personen Tribut gezollt. Was war deine Intention damit? Ist es zufällig passiert oder war ein spezielles Konzept beabsichtigt?

So weit wie ich weiß, gab es keine direkte Verbindung zwischen Russell und Doré, neben dem Fakt, dass sie zwei Songs auf „Psalm Bok“ ihren Namen geliehen haben. Was ich meine, ist, dass ich nicht denke, dass Doré jemals dazu kam irgendein Buch der „Zeugen Jehovas“ zu illustrieren. Zumindest habe ich niemals irgendwelche gesehen.

Nun zu meiner Absicht, ihre Namen zu verwenden: lass uns mit Charles Taze Russell beginnen. Er hatte als Gründer der „Zeugen Jehovas“ indirekt, aus offensichtlichen Gründen, einen großen (meist negativen) Einfluss auf mich. Die Texte zu dem Song, die seinen Namen tragen, ist mein Bestreben, dem Hörer die Paranoia näher zu bringen, die die Mitglieder dieser Gemeinde beherrscht. In ihrem Denken kann das Armageddon und die Rückkehr Christi als rachsüchtiger Löwe jederzeit eintreten! Sie müssen jederzeit in höchster Alarmbereitschaft sein und das macht jeden einzelnen Tag zu einer lebenden Hölle für viele. Und Kinder im Besonderen werden dadurch traumatisiert. Dennoch kann ich nicht darüber richten, für was sie stehen. Ich kann auch nicht die Mitglieder verurteilen. Denn alles, was die Doktrin der „Zeugen Jehovas“ tut, ist, was alle Religionen beabsichtigen: ein ordentliches Paket an Erklärungen für die Bedürftigen anzubieten; für das Leben, den Tod und alles. Und wer bin ich, jemanden dafür zu verurteilen, dass er menschlich ist? Um an etwas tief zu glauben und zu fühlen, dass du alle Antworten hast und zu wissen, dass du der Teil von etwas Größerem als dir selbst bist, ist ein Segen – simpel und einfach. Als wie falsch sich solche Auffassungen auch im Nachhinein erweisen mögen… Demnach kann der Titel dieses Songs als eine mehrdeutige Widmung gesehen werden.

Die Absicht, Paul Gustave Dorés Namen als einen Songtitel zu verwenden, ist alles andere als mehrdeutig. Denn es ist eine klare Preisung über und eine wahre Widmung an ein wahres Genie. Der Song und die Texte versuchen das hässliche Gesicht der Depression auf einem allegorischen Weg zu porträtieren und Dorés Namen zu verwenden, der automatisch ernste, heftige und einfarbige Bilder im Kopf eines aufmerksamen Hörers hervorruft. Dies fühlte sich in diesem Kontext sehr natürlich an.


Als ich die Texte durchgelesen habe, fiel mir auf, dass du mit speziellen Metaphern arbeitest. Um ein Beispiel zu nennen: „Christ comes through the window. Christ comes through the roof.“ Vielleicht kannst du uns den Sinn dieser Metapher näher bringen?

Diese speziellen Verse sind eigentlich überhaupt nicht metaphorisch gemeint, aber es ist ein Beispiel für die ständige Paranoia in dem Kopf der „Zeugen Jehovas“ – der rachsüchtige, unaufhaltbare Jesus Christus kommt, um irgendwo und zu irgendeiner Zeit zu töten. Keiner kann sicher sein – dein Glauben ist vielleicht nicht stark genug oder du hast vielleicht eine Sünde begangen, die unverzeihlich ist. Eine, die dich von dem Leben in Gottes Ort ausschließen wird – Armageddon, das Paradies auf Erden. Wie auch immer, du hast aber Recht, es lassen sich einige Metaphern in den Texten finden.


Da ihr auf der Record Release-Party der niederländischen THE DEVIL’S BLOOD am 18. Juli in Hamburg auftreten werdet, nehme ich an, dass es nicht mehr so lange dauern wird, bis ihr das Debüt-Album veröffentlichen werdet. Kannst du uns bereits etwas Genaueres darüber verraten? Wie geht die Entwicklung der Aufnahmen voran? Was können wir musikalisch erwarten? Und ist schon ein genaueres Veröffentlichungsdatum angepeilt?

Allerdings, unser Auftritt mit den fantastischen THE DEVIL’S BLOOD ist ein Schritt in unserem Veröffentlichungsplan für unser Debüt-Album „Solemn.Sacred.Severe.“ Es wird uns eine Freude sein, mit ihnen die Bühne zu teilen, da wir alle sehr beeindruckt von ihrer Musik und ihrem Auftreten sind.

„Solemn.Sacred.Severe“ wird am 11. September erscheinen und wir sind grad in den finalen Etappen des Mischens. Es beinhaltet sechs Songs und die Titel, in Reihenfolge ihres Erscheinens, sind:

„Charles Taze Russell“ (Re-recorded)

„Punishment & Ordeal“

„I Refuse These Ashes“

„Noah’s Hands“

„The Mire“

„Drunk With Wormwood“

Musikalisch könnt ihr erwarten, dass es sehr in die Richtung von „Psalm Bok“ gehen wird, aber vielleicht mehr dynamisch und mit einigen unorthodoxen Elementen. Was sich am meisten zwischen „Solemn.Sacred.Severe“ und „Psalm Bok“ (außer natürlich der Spiellänge) unterscheiden wird, ist die Produktion. Danke an Sveinns (Ván) und Vigridrs (Nachtgnosis) Engagement und Vertrauen in uns, da wir dadurch fähig waren, die Songs in einem besseren Studio („Milk“) aufzunehmen, im Vergleich zu den Aufnahmen für unsere EP. Etwas, das offensichtlich für alle werden wird, die fähig sind zu vergleichen.

Zum grafischen Aussehen, möchte ich erwähnen, dass das Cover-Artwork von einem sehr talentierten, polnischen Maler namens Andrzej Masianis (http://galery2003e.republika.pl/index_en.html) beigetragen wird, während das entsprechende obskure Layout von Mortuus/Holy Poison Design (http://www.holypoison.se) ausgereift wurde. Die kombinierten Talente dieser zwei Genies wird einschlagend, denke ich.

Das Album wird gemastert und fertig vor Ende Juni sein und eine Pre-Listening-Session für die Presse wird in Verbindung mit unserem Hamburg-Auftritt stattfinden.

Lass uns auf das „Live“-Thema fokussieren: so weit wie ich weiß, habt ihr grad mal ein paar Gigs gespielt, wie dem diesjährigen „Doom Shall Rise“, seitdem ihr seit 2004 existiert. Wie werdet ihr es in Zukunft mit Live-Gigs halten? Werdet ihr auf Tour gehen, nachdem das Album veröffentlicht wurde oder präferiert ist es auf speziellen Veranstaltungen zu spielen?

Bis jetzt haben wir fünf Auftritte inklusive dem „Doom Shall Rise“ absolviert. Unser erster Auftritt war auf dem „Dutch Doom Day“ in Rotterdam am 25. Oktober 2008 und danach spielten wir in Jönköping, Schweden im Dezember und in unserer Heimatstadt Norrköping am 07. März diesen Jahres. Dann sind wir auf dem „Doom Shall Rise“ aufgetreten und wo wir schon mal da waren, haben wir es auch hinbekommen in Uster, Schweiz zu spielen. Wir werden versuchen, so oft zu spielen, wie es uns hinsichtlich unserer Familien- und Arbeitssituationen möglich ist. Wenn jemand in unserem Alter ist – zwischen 32 und 38 -, dann gestaltet es sich etwas knifflig, unsere verschiedenen Terminplanungen aufeinander abzustimmen. Denn Verpflichtungen gegenüber Familie und Arbeit haben Vorrang vor Tourneen und Gigs. Trotzdem streben wir es an auf eine Europa-Tour in diesem Herbst zu gehen als Teil eines Paketes, das es noch festzulegen gilt. Zudem planen wir auch ein paar Termine in Schweden.


Die meisten von euch haben bereits in anderen Bands gespielt oder tun dies immernoch, wie BOKOR oder SPETÄLSK, die eigentlich nichts mit Doom Metal gemein haben. Es scheint, als ob ihr sehr offen für andere Genres wärt. Warum habt ihr euch entschieden GRIFTEGÅRD nach der Auflösung von THE DOOMSDAY CULT zu gründen, das auch ein Doom Metal-Projekt war?

Ja, wir sind alle in verschiedenen Bands neben GRIFTEGÅRD involviert. Thomas ist in der progressiven Metal-Band BOKOR, während ich in der Black Metal-Band SPETÄLSK spiele. Jens trommelt für eine Rock’n’Roll-Band namens RAWHYPNOL’S und Per ist von Zeit zu Zeit in einigen Metal-bezogenen Projekten involviert, obwohl ich glaube, dass GRIFTEGÅRD in der Zeit des Komponierens seine einzige Verpflichtung ist.

THE DOOMSDAY CULT war eigentlich mehr als „nur“ ein Projekt. Es war definitiv eine Band mit einem klaren Konzept und totaler Hingabe, von allen, die dort involviert waren. Wie auch immer, GRIFTEGÅRD ist zugegeben auf einem komplett anderen Level – in allen Facetten.


Wie schafft ihr es, neben den verschiedenen, bunt gemischten musikalischen Vorlieben aller Mitglieder von GRIFTEGÅRD, eure Musik so traditionell, original und rein zu halten ohne andere Einflüsse einfließen zu lassen?

Es ist ziemlich einfach: wir lassen keine anderen Einflüsse einfließen. Das ist zum Teil eine bewusste Entscheidung und auf der anderen Seite geschieht dies automatisch, da wir einem Motto und einer Parole folgen. Das Motto ist „Atmosphäre und Gefühl über alles!“. Die Parole ist (wie du sicherlich schon erraten hast): „Solemn.Sacred.Severe.“ („Ernst.Sakral.Schwer“)

Wenn sich herausstellen sollte, dass ein Song oder ein Text einen Mangel an dem richtigen Gefühl und der richtigen Atmosphäre hat, ist er es nicht wert, dass wir weiter an ihm arbeiten. Wir bleiben unserem Motto treu und gehen sicher, dass alle unsere Songs nach unserer Parole „Solemn.Sacred.Severe“beschrieben werden können. Demnach ergibt sich aus dem Motto die Parole und das Resultat ist: GRIFTEGÅRD = Doom Metal.


Ihr seid in Norrköping ansässig – eine Brutsätte für eine Menge an Metal-Bands. Gibt es dort eine Art Verbindung zwischen euch und anderen Bands aus derselben Stadt? Gibt es dort eine sogenannte „organisierte Szene“, in der ihr euch gegenseitig unterstützt?

Ja, Norrköping hat ein paar nennenswerte Bands über die Jahre hervorgebracht. MARDUK sind wohl das primäre Beispiel, aber ebenso OFERMOD, NEFANDUS, ABRUPTUM und DARKIFIED kommen aus der Gegend, sowie SARGATANAS REIGN, SPETÄLSK und TERRORAMA, um ein paar zu nennen. Ich würde nicht sagen, dass die Szene hier organisiert ist. Schließlich ist es eine kleine Stadt für deutsche Standards. Also jeder kennt sich hier oder weiß voneinander. Wir sind gerade erst aus dem Proberaum von MARDUK gezogen, in dem wir für über ein Jahr residiert haben. Danke an Morgans Großzügigkeit! Ich denke, es ist fair zu sagen, dass wir versuchen uns gegenseitig zu helfen, so gut wie es eben möglich ist. Gute Leute, alle von ihnen!


Du hast in eurer Biographie geschrieben, dass die Dinge ihre Zeit benötigten und dass du nicht mit der Entwicklung von GRIFTEGÅRD gehetzt hast. Es gab sogar eine Zeit, wo ihr weder geprobt noch Songs aufgenommen habt. Ist GRIFTEGÅRD jetzt eure hauptsächliche Priorität oder habt ihr noch andere Pläne neben der Band in eurem Fokus?

Es gab eine Zeit, wo ich persönlich zusammen mit meinem Kollegen Peter mit der Ankurblung meines Labels „I Hate“ zu beschäftigt war, um mich GRIFTEGÅRD voll und ganz hinzugeben, das stimmt. Allerdings schmeißt Peter „I Hate“ seit über einem Jahr ohne mich, da ich mich aus persönlichen Gründen aus dem Label zurückziehen musste. Nun hat GRIFTEGÅRD die hauptsächliche Priorität und nimmt all meine Freizeit und Aufmerksamkeit ein, wenn ich meine Verpflichtungen gegenüber der Familie vollständig erfüllt habe. Zu Plänen neben GRIFTEGÅRD kann ich nur für mich sprechen, dass ich mich, so gut wie ich kann, um meine Familie und nahestehenden Menschen zu kümmern versuche.

Vielen Dank für das Antworten all dieser Fragen! Ich bin überzeugt, dass wir auf euch zurückkommen werden, wenn das Album veröffentlicht wurde. Ich bin äußerst neugierig, wie es ausfallen wird. Ich freue mich sehr auf den Auftritt in Hamburg. Wenn du noch irgendetwas hinzufügen möchtest, fühle dich frei die folgenden Zeilen zu füllen.

Danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, diese Fragen für uns zusammenzustellen und uns auf eurer Seite zu featuren. Wir schätzen es sehr!

11.06.2009

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