Soulbound
A Date With sYn

Konzertbericht

Billing: Soulbound und Pinhead
Konzert vom 24.04.2026 | Tower, Bremen

Mit ihrem neuen Album „sYn“ konnten SOULBOUND einen Achtungserfolg feiern und begeben sich auf eine thematisch passende Tour. Im Vorprogramm ist mit PINHEAD die Nebenspielwiese von Ilja John Lappin (THE HIRSCH EFFEKT, MONO INC.) vertreten. Beide Bands sind befreundet und nahmen kürzlich gemeinsam einen Song auf, sodass einem harmonischen Konzerterlebnis nichts im Wege steht. Pünktlich pilgern wir in den Bremer Tower nahe des Hauptbahnhofs und lassen uns vom Geschehen treiben.

PINHEAD blicken in die Zukunft

Das Debüt von PINHEAD erschien Anfang 2025. „Egomessiah“ ist in Albumlänge nicht leicht verdaulich, und auch live versprühen die Titel eine gewisse Intensität. Daher verwundert es nicht, dass Lappin und seine Mitstreiter neben klassischen Rockinstrumenten zeitweise auch ein Cello auf der Bühne einsetzen.

Der Nachfolger „Beauty In Pain“ steht bereits in den Startlöchern. PINHEAD weisen darauf hin, dass die dazugehörige Headliner-Tour nicht in Bremen Station macht; Fans können jedoch nach Hannover oder Hamburg ausweichen. Einen Vorgeschmack liefern die beiden Singles „Lament Box“ und der Titelsong.

Als die Gruppe den letzten Song ankündigt, stimmt das einige Anwesende traurig. Getröstet werden sie mit „Counterfate“, das acht Minuten dauert. Es ist der stärkste Track der heutigen Setlist, und anschließend sind alle bestens für SOULBOUND aufgewärmt.

SOULBOUND besprechen wichtige Themen

Die Setlist von SOULBOUND umfasst heute Abend 18 Songs und entsprechend flott steigt die Band mit dem Intro und Titelsong der aktuellen Platte „sYn“ ein. Es folgen jeweils zwei bis drei Lieder am Stück, bevor sich Sänger Johannes Stecker ans Publikum wendet. Die Ansagen greifen zunächst die üblichen Themen auf: Die Band freut sich, erstmals als Headliner in Bremen zu spielen und darüber, dass so viele Menschen anwesend sind.

Vor „Undone“ vom Album „Addicted To Hell“ wird Stecker ernst. Er berichtet von seinem Kampf gegen Depressionen und liefert ein starkes Plädoyer für alle, denen es ähnlich geht. Viele kämpfen mit ihrer mentalen Gesundheit; im Vorfeld verteilte Knicklichter zeigen, dass niemand damit allein ist. So entsteht bereits vor dem Song Gänsehaut und die Ansage ist ebenso beeindruckend wie wichtig.

Später folgt eine weitere Anekdote: „Cutting Diamonds“ handelt vom Ende einer langjährigen Freundschaft und ist für Stecker daher negativ besetzt. Auf einem Konzert in Bielefeld stand plötzlich ein Kind im Schneeflocken-Kostüm vor der Bühne, passend zum frostigen Musikvideo. Stecker spannt den Bogen zu einem Mädchen im Grundschulalter, das heute Abend anwesend ist und lobt die nächste Metal-Generation. Rührend.

Ebenfalls sympathisch: Statt Zugabespielchen spielen SOULBOUND ihr volles Set energiegeladen durch und liefern über 100 Minuten Konzerterlebnis am Stück. Als sich die Gruppe mit „Alive“ verabschiedet, steht sie kurz darauf noch für Gespräche und Fotos mit Fans bereit. So endet der Konzertabend in mehrfacher Hinsicht positiv.

05.05.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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Soulbound und Pinhead auf Tour

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