
Worm
auf den Vampirzahn gefühlt
Interview
WORM veröffentlichen mit „Necropalace“ ein Album, welches sich einerseits stark von früheren Werken unterscheidet, die Band andererseits aber auch so ausgereift und kreativ wie nie zuvor präsentiert. Anlässlich dieses musikalischen Wandels haben wir Phantom Slaughter und Gitarrenhexer Wroth Septentrion mal auf den Vampirzahn gefühlt, um Aufschluss über die musikalische Evolution von WORM, den Entstehungsprozess des Albums und über die vielen verschiedenen Inspirationsquellen dahinter zu erhalten.

Worm – Necropalace
Grüße und vielen Dank für das Interview. Und natürlich herzlichen Glückwunsch zur bevorstehenden Veröffentlichung eures neuen Albums „Necropalace“. Seid ihr schon aufgeregt?
Phantom: Danke, wir sind sehr stolz auf dieses Album. Es hat viele Jahre gedauert, es zu erschaffen, und wir freuen uns unglaublich, es mit anderen Musikliebhabern zu teilen.
Euer Sound hat sich im Laufe der Jahre ziemlich weiterentwickelt. Ihr habt euch von sumpfigem Doom/Death Metal hin zu einer heutigen Mischung aus 90er Symphonic Black Metal, Doom, Gothic Rock und Heavy-Metal-Einflüssen bewegt, wobei eure Wurzeln unter der Oberfläche weiterhin erkennbar sind. Glaubt ihr, dass Fans eurer früheren Alben „Necropalace“ trotzdem annehmen werden?
Phantom: Ich denke, wenn man die Band kennt und unsere letzten Veröffentlichungen gehört hat, ist es ziemlich offensichtlich, dass wir diesen Weg einschlagen würden. Wenn dir „Bluenothing“ und „Starpath“ gefallen haben, bekommst du nun endlich ein vollwertiges Album in diesem neuen Stil. Wenn du willst, dass wir immer wieder dasselbe Album machen, dann ist diese Veröffentlichung nichts für dich.
Würdet ihr sagen, dass diese Entwicklung ganz natürlich stattgefunden hat oder war es eher eine bewusste Entscheidung, etwas anderes zu machen?
Phantom: Wir wachsen als Menschen, und das zeigt sich in unserer Arbeit. Es ist eine natürliche Weiterentwicklung. Auf meiner musikalischen Reise muss ich immer nach neuen Alben suchen, über die ich obsessiv werde. Diese Einflüsse werden ganz organisch auf WORM-Veröffentlichungen verarbeitet.
Wie funktioniert der Songwriting-Prozess zwischen euch beiden normalerweise?
Wroth: Wir haben beide zunächst für uns selbst Riffs geschrieben, dann sind wir zusammengekommen und haben die stärksten Riffs als Hauptthema für jeden Song verwendet und daraus die eigentlichen Songs entwickelt. Vieles davon war sehr spontan.
Schlagzeug- und Bassstrukturen wurden parallel um jedes Riff herum komponiert, während wir arbeiteten, sodass wir schon eine Vorstellung davon hatten, wie alles fließt, bevor überhaupt etwas aufgenommen wurde. Wir hatten außerdem ein grundlegendes Keyboard-Gerüst, das über alles gelegt wurde, um die harmonische Struktur der Songs festzulegen, damit es später leichter ist, weitere Ebenen darüberzulegen.
Manchmal kamen wir auf Riffs, die nicht zueinander passten, also haben wir sie in verschiedene Modi oder Tonarten gespielt, damit sie auf natürliche Weise ineinander übergehen. Meistens haben wir das aus der Ferne gemacht, mit Ausnahme von „Witchmoon“, das größtenteils zusammen geschrieben wurde, und „The Night Has Fangs“, das vollständig in meinem Kopf entstanden ist – von Gitarren über Bass, Drums und Synths – und dann einfach auf einem PC aus den 2000ern gespeichert wurde, während wir auf Tour waren, damit die spätere Aufnahme erledigt werden konnte und jeder weiß, was er zu spielen hat, wie bei einer klassischen Symphonie.
Der Titelsong „Necropalace“ und das dazugehörige Video fühlten sich sofort wie eine Rückbesinnung auf Alben wie „Enthrone Darkness Triumphant“ von DIMMU BORGIR an, während mich das Cover-Artwork an das erste NECROMANTIA-Album erinnert. Ich nehme an, diese Parallelen sind völlig beabsichtigt?
Wroth : Es ist alles vollständig beabsichtigt. Persönlich finde ich aber nicht, dass irgendeines der Riffs dieses Songs nach DIMMU BORGIR oder NECROMANTIA klingt, denn die musikalische Inspiration dahinter kommt von ganz woanders. Die Struktur des Songs fühlt sich zudem eher der klassischen Musik verwandt an, da alles um ein wiederkehrendes Thema herum aufgebaut ist. Außerdem wird in den Riffs häufig Kontrapunkt eingesetzt, zusätzlich zu den Synths, was dem Material hilft, sich abzuheben.
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| Band | |
|---|---|
| Stile | Blackened Doom Metal, Melodic Black Metal, Symphonic Black Metal |
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Hans Völkel






























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