
Worm
auf den Vampirzahn gefühlt
Interview
Abgesehen vom 90er Symphonic Black Metal, der den Kern des Albums bildet, habt ihr ziemlich viele Stile und Einflüsse eingebaut. „Halls Of Weeping“ und „Blackheart“ zum Beispiel mischen Doom mit 80er Gothic-Gitarren, und das zuvor erwähnte klassische und progressive Shredding findet sich in den meisten Songs. Könntet ihr uns eine kurze Zusammenfassung eurer größten Einflüsse für das Album geben?
Wroth: ABIGOR, ENSLAVED, THORNS, THY DARKENED SHADE, SENTENCED (North From Here-Ära), SETHERIAL, MAYHEM, DISSECTION, ROTTING CHRIST, IMMORTAL und BATHORY waren alles Bands, die maßgeblich dazu beigetragen haben, die musikalische Sprache von „Necropalace“ für die Gitarrenarbeit zu formen.
Für die langsamen bis mittleren Parts waren auch SAMAEL, EVOKEN, THERGOTHON, DISEMBOWELMENT, IMPRECATION und CELTIC FROST inspirierend. Außerdem finden sich Spuren von 80er Metal wie MANOWAR, CORONER, KING DIAMOND, CANDLEMASS und MEMENTO MORI darin, wie einige der Riffs akzentuiert sind, mit ein paar Anklängen an dunklere skandinavische Death-Metal-Bands wie GOREMENT, DEMIGOD oder DEPRAVITY in einigen der Akkordfolgen und Harmoniestile.
Für die Leads waren die einflussreichsten Spieler Marty Friedmans Arbeit bei CACOPHONY und seine Soloalben sowie Henk Van Der Laars von ELEGY, Pete Lesperance von HAREM SCAREM, Mike Wead von HEXENHAUS, Larry Mitchell, Michael Romeo von SYMPHONY X, Joey Tafolla von JAG PANZER und seine Solowerke, und es gibt ein paar Verweise auf Gary Moore, Steve Vai, Andy Larocque, John Petrucci und Jason Becker.
Hattet ihr euch irgendwelche Grenzen gesetzt, wie weit ihr in Sachen Vermischung verschiedener Stile gehen würdet?
Wroth: Überhaupt keine Grenzen. Jeder Stil kann miteinander vermischt werden, wenn man besondere Sorgfalt darauf verwendet, wie die Songs strukturiert sind und darauf achtet, dass die einzelnen Teile sich im Verlauf des Songs aufeinander beziehen können, selbst wenn sie sich in unterschiedliche Genres verwandeln. In dieser Hinsicht ist „Necropalace“ komplett anders aufgebaut als der Rest unserer Diskografie.
Wie zur Hölle habt ihr denn Marty Friedman für „Witchmoon“ mit ins Boot geholt? War er bereits ein Fan eurer Musik?
Wroth: Er schrieb uns vor ein paar Jahren, um uns zu unserer Arbeit an „Bluenothing“ zu gratulieren. Es hat uns schockiert, dass er überhaupt von unserer Existenz wusste. Natürlich haben wir davon fantasiert, ihn einmal bei einem Song dabei zu haben, aber wir dachten, das würde niemals passieren. Wir schrieben „Witchmoon“ mit der Absicht, am Ende des Songs ein verrücktes Gitarren- und Keyboard-Duell zu haben, aber da Martys Einfluss ohnehin auf diesem gesamten Album allgegenwärtig ist, ergab es Sinn, das Risiko einzugehen und ihn zu fragen. Wir sind unglaublich dankbar, dass er sofort dabei war.
Wie sehen eure Pläne für die nahe Zukunft aus? Habt ihr eine Tour geplant und werdet ihr nach Europa kommen?
Wroth: Wir arbeiten gerade an einer Europa-Tour für die Monate Oktober und November. Haltet in Kürze Ausschau nach einer Ankündigung.
Das war’s von meiner Seite. Nochmals vielen Dank für das Interview, ihr habt das letzte Wort.
Phantom: Hail Satan!
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| Band | |
|---|---|
| Stile | Blackened Doom Metal, Melodic Black Metal, Symphonic Black Metal |
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Hans Völkel































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