Bleed Into One - The Scars Remain

Review

Im Südwesten geht was. Und das nicht erst seit gestern. BLEED INTO ONE aus dem schönen Saarland können auf einige Jahre Bandhistorie zurückblicken, in denen ein Langspieler, der schon ordentlich für Furore sorgte, und eine weitere EP veröffentlicht wurden. „The Scars Remain“ heißt nun der dritte Output, der in leicht veränderter interner Konstellation eingehämmert wurde.
Denn auch die Saarländer blieben durch den Weggang von Sänger Ben nicht vom Besetzungskarussell verschont. Jedoch konnte mit Neuzugang Alex ein adäquater Ersatz aus dem Hut gezaubert werden, der noch mal für frischen Wind gesorgt hat. Dieser scheint gut getan zu haben, denn BLEED INTO ONE merkt man die neu gewonnene Spielfreude, mit der sie ans Werk gehen, wirklich an.

An der musikalischen Grundausrichtung hat sich nicht wirklich viel verändert. Gespielt wird immer noch Old-School-Hardcore der New Yorker Schule, der mit modernen Versatzstücken angereichert wird. CRO-MAGS oder auch MADBALL kommen mir spontan ins Hirn und es wird alles verbraten was man so erwartet und gewohnt ist. Schnelle Auf-die-Kauleiste-Parts, Mid-Tempo-Groove-Passagen, Sing-a-longs am laufenden Meter und die passenden Chöre zur Unterstützung der selbigen.
Im Südwesten auch nichts Neues in Sachen Hardcore, möchte man meinen. Doch spendieren BLEED INTO ONE den Songs immer einmal wieder eine extra Portion Melodie, die die ganze Angelegenheit spürbar aufwertet und zugänglicher gestaltet, ohne die nötige Angepisstheit und Brutalität aus den Augen zu verlieren. Gerade die hookigen Refrains gehen gut ins Ohr und machen Laune.

Nichts desto trotz geht auch den Saarländern hinten raus ein wenig die Puste aus. Es stellt sich so etwas wie Langeweile ein und es zwängt sich einem die Frage auf, ob man nun lieber den zigsten Aufguss dieser Spielart einlegen soll oder dann doch lieber auf die unerreichten Größen der Szene zurückgreift. Im Endeffekt muss das jeder für sich entscheiden. „The Scars Remain“ kann auf jeden Fall was. Wenn auch nicht alles.

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30.12.2008

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