E-Force - Evil Forces

Review

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Vor etwas mehr als vier Jahren stand es nicht gut um ex-VOIVOD-Sänger Eric Forrest. Auf der Fahrt nach Wacken überschlug sich der Bandbus. Folge: acht Tage Koma. Dann der unfreundliche Rauswurf. Doch der gute Mann hat nicht resigniert. Jetzt ist er mit seiner neuen Formation E-FORCE und ihrem Debütalbum „Evil Forces“ im Gepäck wieder zurück. Und er macht genau dort weiter, wo er mit VIOVOD aufgehört hat. Cyber Thrash trifft es wohl am besten, denn neben zahlreichen Trademarks seiner alten Band finden sich auch industrialartige Elemente a la MINISTRY oder astreine SLAYER-Riffs im Repertoire von E-FORCE. Massive Gitarrenwände werden durchbrochen von spacigen Soli oder griffigen Melody Lines („Forest Of The Impaled“, „Crypto-Sporidium“). Kompromissloses Drumming treibt die Songs unaufhaltsam nach vorne, weswegen die Stärken dieses kanadischen Quartetts zweifelsohne in den schnelleren Stücken anzusiedeln sind („Satanic Rituals“, „Germ Warfare“, „Psychopath“, „Disorder“, „Scarring“). Geht es mal langsamer und bedächtiger zur Sache, wird es schnell langweilig und langatmig („Belief“). Dies mag auch an Erics Stimme liegen, die nach wie vor gewöhnungsbedürftig aus den Boxen krächzt. Oder würdet ihr eine Mischung aus DESTRUCTIONs Schmier und THE KOVENANTs Lex Icon zu „Animatronic“-Zeiten als eingängig bezeichnen? So wuchtig E-FORCEs Riffmassaker auf den ersten Hör auch einschlagen möchten, so kann man leider nicht unter den Tisch fallen lassen, dass manche Stücke mit zunehmender Spieldauer immer monotoner und von der Ideenabfolge her identischer werden („Crypto-Spridium“, „Purgatory“ oder „Global Warning“). Mein Urteil über „Evil Forces“ mag nun auf den ersten Blick negativ erscheinen. Schlecht ist diese Scheibe aber wahrlich nicht. Hier können vor allem Leute fündig werden, die vom letzten VOIVOD-Output enttäuscht worden sind. Eines kann man dieser guten Dreiviertelstunde nämlich nicht absprechen: mangelnde Auf-die-Fresse-Qualitäten. So handelt es sich bei „Evil Forces“ um ein durchaus gutklassiges Werk. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass ohne Eric Forrests Name als Zugpferd irgendjemand großartig Notiz davon genommen hätte. Knappe sieben Punkte.

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03.01.2004

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