



Mit „Set The Dark On Fire“ veröffentlichen EDENBRIDGE ihr zwölftes Studioalbum und kehren zu ihrem langjährigen Labelpartner Steamhammer / SPV zurück. Die österreichische Band erfindet sich nicht neu, schlägt aber härtere Grundtöne an. Darauf deutet bereits das düstere Cover hin. Doch bringt das zwölfte Album noch frischen Wind?
EDENBRIDGE entzünden ein Licht in der Dunkelheit
Wesentlich härter sind die ersten Stücke auf „Set The Dark On Fire“ nicht, doch insbesondere der Opener „The Ghostship Diaries“ versprüht eine Frische und Spritzigkeit, die der Gruppe lange Zeit fehlte. Vor allem der Refrain ist ein echter Hinhörer – eine solche direkte Zündung gelang zuletzt mit „Shadowplay“ vom Album „MyEarthDream“, das in diesem Jahr seinen 18. Geburtstag feiert.
Die Grundzutaten bleiben jedoch dieselben: Sabine Edelsbachers Stimme thront über einem Fundament aus Riffs und symphonischen Orchestrierungen, die häufig zurückhaltender eingesetzt werden als etwa bei NIGHTWISH. Ein Siebenminüter wie „Our Place Among The Stars“ bewegt sich entspannt durch seine Laufzeit und lässt sich angenehm hören – frei von Bombast und übermäßiger Opulenz. Ähnlich verhält es sich mit „Bonded By The Light“, wobei EDENBRIDGE dort stärker auf symphonische Elemente setzen.
Eine der großen Stärken der Band waren schon immer die Longtracks: Ob „Shine“, „The Grand Design“ oder „The Bonding“ – der Titelsong ist oft ein überlanger Höhepunkt. Auch bei „Set The Dark On Fire“ bildet er das Zentrum, selbst wenn EDENBRIDGE ihn in vier Teile aufgeteilt haben. Diese gehen fließend ineinander über und entfalten ein verschachteltes Symphonic-Metal-Freudenfeuer, das die Stärken der Band eindrucksvoll bündelt.
„Set The Dark On Fire“ ist kurzweilig
Trotz einer knappen Stunde Spielzeit lässt sich „Set The Dark On Fire“ problemlos am Stück hören. Der Wohlfühl-Symphonic-Metal, den die Band um das treibende Duo Lanvall / Edelsbacher präsentiert, verfügt über eine treue Fanbasis und überzeugt auch nach zwölf Alben noch. Zwar reißt das neue Werk keine Bäume aus und erfindet das Genre nicht neu – doch wem müssen EDENBRIDGE im Jahr 2026 noch etwas beweisen?

Edenbridge - Set the Dark on Fire
Jannik Kleemann






























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