Entera - The War Goes On

Review

Beeindruckend genug, dass die Franken ENTERA schon seit über zwanzig Jahren aktiv sind und mit harschem Thrash-Sound den Underground erfreuen, noch mehr Respekt gebührt den Burschen jedoch dafür, dass ihnen nach einer so langen Zeit dermaßen viel an ihren Fans zu liegen scheint.

Anders ist es für mich ansonsten nicht zu erklären, weshalb sich eine Band wie diese, die sich nicht auf die Unterstützung eines Labels oder dergleichen verlassen kann, für eine Veröffentlichung dermaßen ins Zeug legt und offenbar keinerlei Mühen und schon gar keine Kosten spart, um der Zielgruppe Gegenwert für die sauer verdiente Kohle zu bieten.

Neben den zwölf Tracks beinhaltet das vierte Album der aktuell durch den früheren RUNNING WILD-Drummer Iain Finlay verstärkten Truppe nämlich eine „Bonus-Disk“ auf der es eine derartige Fülle an Bonus-Material zu vernehmen gibt, die selbst den großzügigeren unter den auf Re-Releases spezialisierten Labels als Vorbild dienen sollte. Aber der Reihe nach, denn zunächst einmal gilt es selbstredend das aktuelle Produkt mit dem unmissverständlichen Titel „The War Goes On“ zu beklatschen.

Dieser enthält-wie nicht anders zu erwarten-heftigen Thrash, der jedoch immer wieder von technisch anspruchsvollen Momenten durchzogen ist. Rein musikalisch kann man hier wohl diesbezüglich durchaus MEGADETH als Inspiration erwähnen, was die deutlich griffigeren, geshouteten Hintergrundgesänge betrifft scheinen es dagegen eher Bands wie ANTHRAX zu sein, die Pate gestanden haben. In den ruppigeren Tracks lassen sich auch noch NUCLEAR ASSAULT als Inspiration heraushören, was durchaus auch auf die dezente Hard/Thrashcore-Schlagseite zutrifft, die phasenweisen zu entdecken ist.

Kurz gesagt, ENTERA wissen, wo der Thrash-Hase läuft und kredenzen ihre Tracks immer wieder mit Verweisen an die „alte Schule“, womit ich wieder beim Thema „Bonüssen“ wäre, denn ENTERA scheinen zumindest ihren Fans gegenüber echte Gentlemen der „alten Schule“ zu sein. Und als solche kredenzen sie eine üppige CD-ROM mit jeder Menge an Live- und Bandfotos, Video-Interviews, dem Videoclip zu „Each Day“ sowie reichlich weiterem Bildmaterial wie Konzertplakaten und Flyern.

Dem nicht genug, bekommt man auch noch einige der älteren Songs geboten und – für alle Musiker unter uns, sowie etwaige potentielle zukünftige ENTERA-Mitstreit-Kandidaten – die Tabulaturen für Gitarre, Bass und Schlagzeug. ENTERA führen damit den Begriff „Value for Money“ in neue Dimensionen, sollten aber auch unabhängig davon jeden Thrash Metal-Fanatiker zufrieden stellen können. Respektable Leistung!

29.10.2012

Der metal.de Serviervorschlag

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