Golgatha and Dawn And Dusk Entwinded - Sang Graal

Review

Eine wirklich Interessante Kooperation sind die beiden auf dem schwedischen Label Cold Meat Industry beheimateten Bands :GOLGATHA: und DAWN AND DUSK ENTWINED auf ihrem Konzeptalbum „Sang Graal“ eingegangen. Thematisch dreht sich auf den insgesamt 13 Tracks alles um den heiligen Gral, kurze einführende Informationen und Hinweise zur Thematik findet man im erneut äußerst schicken Digipak.

Neben dem thematischen Konzept ist es vor allem jedoch die musikalische Zusammenarbeit der beiden Bands, die „Sang Graal“ zu etwas ganz Besonderem macht. :GOLGATHA: zählen inzwischen zu einer der bekanntesten Formationen der deutschen und internationalen Neo-/Ritualfolk-Szene und konnten dies erst vor kurzem mit dem aktuellen Album „Tales Of Transgression“ eindrucksvoll unter Beweis stellen. Auf der anderen Seite findet man das französiche Ambient-Projekt DAWN AND DUSK ENTWINED, das mit seinem letzten Album „Septentrion“ ebenfalls zu gefallen wusste.

Nun haben sich diese beiden Bands im Rahmen von „Sang Graal“ zusammengetan und herausgekommen ist eine spannende Mischung aus Neofolk, Martial und Ambient, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Den Bands gelingt es eindrucksvoll, ihre jeweiligen Stile miteinander zu verflechten, ohne dass die musikalische Eigenständigkeit dabei auf der Strecke bleibt. Das Ergebnis offenbart sich in einer einzigartige Atmosphäre, die irgendwo zwischen Leichtigkeit, Pathos und Beklemmung anzusiedeln ist. Songs wie „The Messiah“, „A Seeker Divine“ oder „Crusade“ sind primär Neofolk-Songs mit rituellen und martialischen Einflüssen, denen jedoch immer auch eine gewisse tragende Stimmung zugrunde liegt. Ganz anders zeigen sich Songs wie „Perceval“ oder „Magdalen“, die mit feinen weiblichen Vocals eine eher mystische Stimmung entfalten und so einen angenehmen Gegenpol zu den martialisch geprägten Stücken darstellen. Mit zunehmender Dauer vermischen sich die Stile der Bands immer mehr, vor allem in der zweiten Hälfte des Albums ist diese Entwicklung zu beobachten und genau dadurch schaffen es die Protagonisten, den Hörer immer mehr in die Welt des Grals zu führen.

„Sang Graal“ ist ein beeindruckendes Album, das sowohl Anhänger des Neofolk als auch des Ambient überzeugen dürfte.

02.08.2008

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