Hämatom - X

Review

Galerie mit 19 Bildern: Hämatom - Rockharz Open Air 2023

Zum zehnjährigen Band-Jubiläum haben sich HÄMATOM etwas ganz Besonderes einfallen lassen: statt nur eine standardisierte Best-Of-Compilation unters Volk zu werfen, veröffentlichen sie mit dem passend betitelten „X“ eine Doppel-CD mit einer bunten Mischung aus den grössten Hits, einigen neuen Stücken sowie einer ganzen Reihe Cover-Songs.

Auf der ersten Scheibe steht mit „Teufelsweib“ einer von zwei brandneuen Studiosongs gleich am Anfang und hinterlässt einen guten Eindruck, das Stück wäre auch auf dem guten letzten  Studioalbum „Keinzeitmensch“ nicht fehl am Platz gewesen.

Was dann allerdings folgt, nämlich zehn (je eine aus jedem Jahr der Bandgeschichte) Cover-Versionen von Songs, die mir im Original  weitgehend unbekannt sind, ist dann allerdings eher weniger umwerfend. „Geboren Um Zu Leben“ von UNHEILIG ist noch ganz ok, auch „Kids (2 Finger an Kopf)“ sowie „Bilder Im Kopf“ von ausgerechnet Sido sind ebenfalls noch einigermaßen erträglich.

Mit „Remmidemmi“ von Deichkind und „Emanuela“ von Fettes Brot (welches im Original bei mir immer sehnsüchtige Gedanken an die golden Jahre des ruhmreichen SV Werder weckt: ich sach nur lass die Finger von Owomoyela) sind denn auch zwei Cover auf „X“ verewigt, die bei mir neben extremem Brechreiz auch teuflische Kopfschmerzen, Nasenbluten und allgemeines Unwohlsein verursachen. In diesen Versionen wirklich zwei der schlimmsten Musikstücke seit langer Zeit…

Der Rest von CD 1 gehört dann eher in die Kategorie „Kann man hören, muss man aber nicht“ und es geht weiter zur zweiten Disc, auf der die Herren Nord, Süd, Ost und West eine eher traditionelle Werkschau präsentieren.

Auch hier findet sich mit „Leichen Pflastern Unser’n Weg“ ein neuer Song, der allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlässt – die anderen zehn Stücke sind dann neu abgemischte bzw. aufgenommene Songs aus der Bandkarriere, wo sowohl Qualität als auch Auswahl durchaus in Ordnung gehen.

Optisch wird „X“ in einem Metall-Case serviert, wobei für Hardcore-Fans auch eine (mir nicht vorliegende) limitierte Version inklusive einer Musikvideo-DVD  sowie einem 72-seitigen Hardcover-Buch erhältlich ist.

Echte HÄMATOM-Fans werden an „X“ sicherlich ihre Freude haben, auch Neulinge werden zumindest mit der zweiten Scheibe sowie den beiden neuen Stücken ordentlich bedient. Gelegenheitsblutergussgenießer hingegen können sich stattdessen lieber die letzte Studiorille zulegen.

12.11.2014

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'X' von Hämatom mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "X" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 36538 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Hämatom auf Tour

29.03.24Das laute Abendmahl 2024Hämatom und AnnisokayAladin, Bremen

Kommentare