Hathors - Brainwash

Review

„Bei „Brainwash“ war das erklärte Ziel, die rohe Energie und Kraft der Live-Shows auf Band bringen“ [sic!], so heißt es auf der Presseinfo, die dem Zweitling der Schweizer Rabauken HATHORS beiliegt. Und an roher Energie fehlt es der Band gewiss nicht, so viel ist sicher.

Das erste, was an „Brainwash“ auffällt, sind die heiseren, fast schon verschnupften Gitarren. Das ist schon ziemlich gewöhnungsbedürftig, man sollte sich aber schnell damit anfreunden, weil die HATHORS mit ein paar mitreißenden und abwechslungsreichen Songs aufwarten, die eine beeindruckende Palette abdecken. Da fallen einem Namen wie SONIC YOUTH, REFUSED und MUDHONEY ein.

Die HATHORS vereinen Hardcore Punk und Noise Rock mit Elementen des Seattle-Sounds der 90er. Der Großteil der Stücke überschreitet kaum die Drei-Minuten-Marke, verglichen damit sind das siebenminütige „New York“ und das immerhin fünfminütige „Holding Hands“ schon überlang. Aber gerade ersteres zeigt die Band von ihrer atmosphärischen, intimen und auch progressiven Seite und ist das ungewöhnliche Highlight der Platte.

Daneben gibt es aber auch immer wieder schön auf die Schnauze. „Angry Vampire“ eröffnet die Platte mit einem Knall und man kann förmlich schon den Ellenbogen des Nachbarn schmecken. Dem folgt eine Tour de Force, die in allen Derivaten des Genres wildert und sich einen feuchten Kehricht um Schubladen schert. Es gibt Ausflüge in Richtung Britpop, Rock’n’Roll und Metal. Leider haben sich auch vereinzelte Ausrutscher der Marke „Every Night“ und „Hit Me“ auf das Album geschlichen. Gerade letzterer erinnert – Gott bewahre – an KINGS OF LEON und stört den ansonsten guten Flow des Albums.

Um mal den Bogen zur Einleitung zu schlagen: Kann „Brainwash“ nun die Live-Energie der Band übermitteln? Durchaus, die Produktion ist zwar Geschmacksache, doch das, was einem hier entgegenschallt, macht Spaß und dürfte Fans des Genres zufrieden stellen, wobei noch sehr viel Luft nach oben bleibt. Die HATHORS sind jung und wild und genau das zeigen sie auch. Mit Abstrichen versteht sich.

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01.05.2015

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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