Ice Nine Kills - The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood

Review

Galerie mit 25 Bildern: Ice Nine Kills - Europatour 2020 in Offenbach am Main

Welcome To Horrorwood. Es ist mal wieder soweit. Passend zur gruseligen Jahreszeit und ganze drei Jahre nach „The Silver Scream: Welcome To Horrorwood“ releasen ICE NINE KILLS für die Halloween-Zeit erneut eine Scheibe angelehnt an die besten Horrorstreifen, die die Szene zu bieten hat. Wieder heißt es, wenn die Kättensäge auf den Breakdown trifft, sollte man sich in acht nehmen. Die Horror-Metalcoreklatsche, die die US-Amerikaner herausholen, ist nichts für zarte Gemüter. Trick Or Treat? Harmlos.

ICE NINE KILLS: Horrorwood statt Hollywood

Mit „Opening Night“ und „Welcome To Horrorwood“ führen uns ICE NINE KILLS erstmal schön an der Hand hinein in ihr Horrorkabinett bevor es mit „A Rash Dicision“ (als Vorlage hierfür dienend: „Cabin Fever“) richtig zur Sache geht. Mit einer eingängigen Melodie greifen die Metalcorer  die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, befallen von einer Krankheit, welche sie innerlich auffrisst, gekonnt auf.

Richtig schön schaurig wird es dann mit „Assault & Batteries“. Verzerrter Kindergesang, Vodoo-Beschwörung und Vocals, die fies in die Gehirnwindungen hämmern. Dazu ein Rhythmus, der wie ein Kinder-Abzählreim wirkt. Die Kombi ist verstörend aber gleichzeitig perfekt. Dass man hier alles mit einem gewissen Augenzwinkern hinnehmen sollte, versteht sich fast von selbst. „Chucky“ lässt grüßen und winkt uns fröhlich headbangend aus dem Kinderzimmer zu.

„The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood“ – Zwischen Chucky und Psycho

Gradliniger wird es dann bei „The Shower Scene“ und spätestens beim Einsatz der kreischenden Violinenklänge, sollte spätestens dann klar sein um welchen Horrorklassiker es sich hier handelt. Die Vocals von Fronter Spencer Carnas wechseln angenehm psychotisch zwischen cleanem Gesang und Screams. Bei „Wurst Vacation“ (Vorlage ist der Film „Hostel“)  gibt es dafür deutsche Wortfetzen, ein rollendes „R“ und bertiges Growling. Die Inspiration aus dem Hause RAMMSTEIN ist mehr als offensichtlich, und gleichzeitig sehr spaßig.

Metalcoreblutbad vom Feinsten

„The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood“ hält einiges an Überraschungen parat. Sei es jetzt die unterschiedlichen Einspieler in den Songs, die Querhinweise, auf die sich dahinter verbergenden Horrorstreifen oder auch die Fülle an Guestfeatures (Jacoby Shaddix, Corpsegrinder, Ryan Kirby, Brandon Saller, Buddy Nielsen).

Why so so serious?

Ständige Rhythmuswechsel und brachiale Gitarrenriffs bieten ein Metalcore-Blutbad vom Feinsten. Voraussetzung um dieses Bad genießen zu können, ist jedoch die Faszination an einer Kombination aus Horror und Metalcore und dem Grundgedanken „The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood“ nicht ganz zu analytisch und bierernst zu nehmen. Dann geht das Ding am Ende nämlich auf und zeigt sich als verdammt gute Fortsetzung der ersten Horrorwood-Scheibe. Wem der Soundtrack für seine Halloweenparty noch fehlt: Here it is!! Eins, zwei… ICE NINE KILLS kommen vorbei…..

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31.10.2021

It`s all about the he said, she said bullshit.

Der metal.de Serviervorschlag

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5 Kommentare zu Ice Nine Kills - The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood

  1. nili68 sagt:

    Grandios! Auch den Vorgänger höre ich immer noch in regelmäßigen Abständen. Kommerz, Kunst.. mir egal. Nicht analysieren, sondern einfach das Entertainment genießen. So wie die alten Römer sich im Circus Maximus über die moralischen Bedenken auch keine Gedanken gemacht haben. 😀

    9/10
  2. rtrkrt sagt:

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Mich hatten sie mit dem Vorgänger bereits komplett vereinnahmt. Auch ein „Rückblick“ auf „Every Trick In The Book“ ist – selbst wenn es ein paar Durchläufe mehr benötigt – ausgesprochen lohnenswert. Das neue Album ist eine sehr logische, sehr konsequente Weiterentwicklung, die ich als Horrorfilm- und Metal-Fan in mehrfacher Hinsicht zu schätzen weiß.

    9/10
  3. nili68 sagt:

    Ja, was ich von „Every Trick In The Book“ kenne, ist auch ziemlich gut. Eigentlich überhaupt nicht schlechter als die 2 darauf folgenden Alben (inkl. des neuen).
    Ganz früher haben die ja eher Fun Punk/Ska gemacht. Das ist nicht so meins, deshalb kann ich da kein Urteil über die Qualität abgeben.

  4. rtrkrt sagt:

    Es reicht in meinen Augen vollkommen, mit „Every Trick In The Book“ einzusteigen. Ich habe versucht, dem vorangegangen Output eine Chance zu geben, aber es ist deutlich spürbar, dass sie ihren Sound bzw. ihr Konzept noch nicht gefunden hatten.

  5. Watutinki sagt:

    Gibt mir nix, zu poppig, aber ok. Über das Video verliere ich besser keine Worte. :))