Lesser Glow - Nullity

Review

Gleich nach dem Anspielen im ersten Song wird schnell deutlich, dass das neue Album mit dem Titel „Nutility“ von LESSER GLOW kein einfacher Spaziergang wird. Die Schwere der Musik und der eingehende Sound der Band stellen sich unmittelbar als Wand vor den Hörer. Aber fangen wir Stück für Stück an.

LESSER GLOW – Schwere Töne treffen auf Abwechslung

Der Eröffnungstitel „The Great Imitator“ legt sich mit all seiner Schwere tief in die Ohrmuschel und markiert dort mit seiner Trägheit den Platz für das was in den nächsten 40 Minuten kommt. Die Noten sind lang gezogen, alle mit einem unangenehmen und trotzdem wunderschönen Effekt-Gemisch aus Distortion und noch mehr Distortion verziert. Das Schlagzeug gibt sich mit wenigen Anschlägen zufrieden. Wie ein alter Elefant, der schon viel mitmachen musste, treibt es vor sich hin. Und immer wieder schafft es die Stimme von Sänger Alec Rodriguez durch den Wald an Tieftönen.

Während sich dieses Schema als Hauptaugenmerk durch das gesamte Album zieht, gibt es hier und da Ausnahmen, die das Werk zu einer letztendlich doch schönen Abwechslung machen.
Beispielsweise kommt eine gelegene Pause zur Mitte der Platte in Form von „Alone in The Column“. Manch einer mag sich genervt fühlen von zu wenig Sound, dennoch ist es ein gelungener Versuch, die vorherige Schwere mit etwas Leichtem für kurze Zeit zu tauschen. Passend zum Thema des Songs kommt diese Schwere jedoch schnell wieder und geht in ein gewolltes Durcheinander über. Stiltreu wird auch dieser Wechsel durch nur wenig Instrumenteneinsatz erreicht.

Wer sich mit dem Label Pelagic Records ein bisschen auskennt, wird beim Hören der CD schnell an THE OCEAN COLLECTIVE denken und sich die Songs in gewaltiger Wucht live vorstellen.

„Nullity“ ist nichts für jedermann, aber für einige ideal

Es ist wirklich sehr leicht, sich in der Musik zu verlieren. Eine gewisse gefühlte Dissonanz vereinfacht dies und ist wahrscheinlich ein gewollter Effekt. Mit Songlängen von teilweise bis zu acht Minuten ist das Album mehr als Gesamtkonzept zu sehen, statt als eine Ansammlung individuell guter Songs. Für diese Annahme spricht außerdem, dass die Songs sich letztendlich doch sehr ähneln. Für Fans des Genres also genau das Richtige, für Neueinsteiger eines solchen Genres eher schwierig zu verdauen.

Text: Sebastian Wittag

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06.06.2020

Stellv. Chefredakteur

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