Eremit - Desert of Ghouls

Review

Das EREMIT-Debüt „Carrier Of Weight“ (2018) konnte unserem kritischen Kollegen Gravenhorst geradezu euphorische acht Punkt abluchsen. Zur Erinnerung, mehr Punkte erlangten CANDLEMASS mit „Epicus Doomicus Metallicus“ (1986) auch nicht. Von RAGE möchten wir an dieser Stelle gar nicht erst sprechen.

Wir sind jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen auf jede neue Note aus Osnabrück. Und verdammt, die Noten können ganz schon lang werden. EREMIT haben jede Menge Zeit und Muße für sludgigen Doom Metal mitgebracht.

Einsame Baumeister – EREMIT sind geduldig

Ein wesentliches Element der EREMIT’schen Faszination ist das Songwriting. Die Band baut ihren Sound langsam auf, türmt Riff über Riff, Bassline über Bassline. Diese sorgsame Architektur bildet ein amtliches Fundament aus Groove, Staub und Todesdoom. Wer jetzt an die Ami-Durchstarter CONAN denkt, ist vermutlich nicht total falsch unterwegs. Das beste Beispiel für dieses Soundbuilding ist der fünfminütige Spannungsaufbau des zweiten Stücks „City of Râsh-il-nûm“. Spoiler: Danach wird es noch besser.

Aber auch der Opener „Beheading The Innumerous“ ist ein brutal groovendes Monster. EREMIT sind im direkten Vergleich zu „Carrier Of Weight“ (2019) noch tighter und catchier geworden.
Dicke Pluspunkte sammelt „Desert Of Ghouls“ zudem dank des Sounds. Die EP brutzelt dermaßen fett, kompakt und kräftig, dass es zum Niederknien ist. Saustark!

„Desert Of Ghouls“ bietet Sludge-Doom der Extraklasse

Am Ende findet sich an „Desert Of Ghouls“ nur ein Makel. Die Scheibe ist mit zwei Songs und über zwanzig Minuten Spielzeit zwar sehr umfassend für eine EP, allerdings wollen wir einfach immer mehr von EREMIT! Besser kann eine EP-Veröffentlichung kaum sein. Beste Grüße nach Osnabrück, jetzt bitte schnell ein weiteres Album nachschieben.

p.s.: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffentlich können die geplanten Konzerte von EREMIT zum Ende des Jahres trotz Corona stattfinden. Die Jungs wollen in Hamburg und Münster zusammen mit AHAB, TOADEATER und HEXER auf der „Campaign For Musical Deceleration Tour 2020“ spielen.

10.07.2020

Stellv. Chefredakteur

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Desert of Ghouls ' von Eremit mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Desert of Ghouls " gefällt.

Wie funktioniert der metal.de Serviervorschlag?

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32453 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Eremit auf Tour

08.10.20metal.de präsentiertAhab - Campaign For Musical Deceleration Tour 2020Ahab, Hexer, Eremit und ToadeaterMTC Club, Köln
09.10.20metal.de präsentiertAhab - Campaign For Musical Deceleration Tour 2020Ahab, Hexer, Eremit und ToadeaterMS Stubnitz, Hamburg
10.10.20metal.de präsentiertAhab - Campaign For Musical Deceleration Tour 2020Ahab, Hexer, Eremit und ToadeaterSputnik Café, Münster
Alle Konzerte von Eremit anzeigen »

Kommentare