Lionheart - Valley Of Death II

Review

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LIONHEART gehören seit über zwei Jahrzehnten zur harten Kernbesatzung des US-Hardcore. Gegründet in Oakland, Kalifornien, haben sie sich mit kompromisslosen Alben, endlosen Touren und einer klaren Street-Mentalität weltweit Respekt erkämpft. Stilwechsel interessieren die Band nicht – LIONHEART verteilen beatdownigen Beef seit Tag eins. Ihre fiese, schnodderige Punk-Attitüde haben sie dabei nie verloren. Genau dieses angenehme LMAA- Selbstverständnis zieht sich auch durch ihr neues Album „Death Valley II“, das am 09.01.2026 über ARISING EMPIRE erscheint.

LIONHEART markieren ihr Revier

Der Einstieg erfolgt bewusst kontrolliert. „Bulletproof“ tritt rhythmisch und groovig direkt in die Magengrube. Hardcore in die Fresse, massive Shouts, aber noch leicht zurückhaltend. LIONHEART bauen Spannung auf, markieren ihr Revier und setzen einen ersten Zuschlag. Das fühlt sich an wie ein Warnschuss – nicht alles zeigen, aber klar machen, dass es gleich hässlich wird.

Und genau da setzt „Chewing Through The Leash“ an. Gemeinsam mit KUBLAI KHAN reißen sie die Leinen endgültig los. Das Feature bellt dir fies ins Gesicht, die Riffs drücken, die Vocals eskalieren. Who let the dogs out? Hier geben sich zwei Abrissbirnen genug Spielraum für einen gewaltigen Schlagabtausch, der jeden Pit sofort in Bewegung setzt.

„Death Valley II“ ist eine wilde Treibjagd

Die Atmosphäre kippt anschließend ins Bedrohliche. „ICE Cold“ heult auf wie eine Polizeisirene. Tiefes, dumpfes Riffing rollt schwer nach vorne, bevor die Drums komplett ausrasten. Gitarren und Schlagzeug jagen sich gnadenlos, während Fronter Rob Watson alles mit Dreck und Wut überzieht. Eine kompromisslose Hardcore-Treibjagd ohne Fluchtweg.

Der Titeltrack „Death Valley II“ verdichtet diese Stimmung zur Kampfansage. „Meet me in the Valley Of Death!!“ schreit dir der Song entgegen, während schnell gefeuerten Vocals jede Luft zum Atmen nehmen. Hier geht es nicht um Zurückhaltung, sondern um direkte Konfrontation.

Kurz darauf schlägt „No Peace“ eine trügerische Brücke. „I can’t stand the rain“ eröffnet den Track – ein Verweis auf den Ann-Peebles-Klassiker, der keine Sekunde Ruhe bringt. Stattdessen folgt ein vertonter Faustkampf. Recht, links, Schlag auf Schlag. Der Nacken spannt sich zum Headbangen, während die tief einschlagenden Drumsalven einschüchtern.

Das Löwenherz schlägt hart zu

Zum Finale zieht „Death Grip“ mit A DAY TO REMEMBER noch einmal alles zusammen. Pumpend, treibend, groovig, immer wieder der Titelname gebrüllt. Mit 1:45 Minuten kurz, aber maximal effektiv – ein letzter, ordentlicher Arschtritt.

LIONHEART is back!! „Death Valley II“ klingt roh, dreckig und kompromisslos. Die Löwenherzen bleiben sich treu, schlagen härter zu und beweisen erneut: Hardcore braucht keine Erklärungen – nur Druck, Haltung und Durchschlagskraft.

 

02.01.2026

It`s all about the he said, she said bullshit.

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2 Kommentare zu Lionheart - Valley Of Death II

  1. metal-maniac sagt:

    Wenn schon Bollo-Hardcore dann doch bitte so auch wenn die Scheibe ganz mit der Hit-Lastigkeit der ersten Valley konkurrieren kann.

    7/10
  2. dillerheinz sagt:

    Wie das halt so ist mit Geschmäckern. Wenn man einen Draht zu diesem Dicke-Eier-Hardcore hat, muss man die Scheibe schon ziemlich gut finden 🙂

    8/10