Lionheart - Valley Of Death

Review

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Als LIONHEART 2016 ihre Auflösung bekannt gaben, verlor die Hardcore-Szene nicht nur einen ihrer liebsten Zöglinge, sondern zudem einen der mitreißendsten Live-Acts des Genres. Glücklicherweise meldete sich das kalifornische Quintett bereits ein Jahr später mit „Welcome To The West Coast II“ zurück, sodass Abschied und Trennungsschmerz wie weggefegt waren. Nun, zwei Jahre nach ihrem glorreichen Comeback und pünktlich zum fünfzehnten Geburtstag der West-Coast-Veteranen, gibt es mit „Valley Of Death“ ein weiteres Stück brachialen Hardcore Punk. Ob die Platte überzeugt, lest ihr hier!

LIONHEART – Tiefgründige Genrekost

So formelhaft LIONHEARTs Erfolgsrezept für Außenstehende auch klingen mag – das Quintett aus dem kalifornischen Oakland weiß genau, was seine Fans hören wollen: Frontmann Rob Watson verleiht den mal sehr emotionalen, mal durch und durch wütenden Lyrics mit seiner unverkennbaren Stimme ein Gesicht, während Gitarren, Bass und Drums mit allerhand Breakdowns und genretypischer Härte für klare Ansagen sorgen. Die Kalifornier servieren auf „Valley Of Death“ authentische Genrekost, die ganz klar an das bisherige Schaffen der Hardcore-Institution anknüpft, ohne sich dabei zu wiederholen.

Bereits der titelgebende Opener „Valley Of Death“ weiß mit seiner stimmigen Atmosphäre zu überzeugen. Rob Watson, der auch auf Album Nummer sieben unbequeme Themen wie Depression, Einsamkeit oder Schmerz offen anspricht, beweist hier von Anfang an enorme Songwriterqualitäten. LIONHEARTs Texte sind nicht nur unfassbar authentisch und hochaktuell, sie werden vom massigen Frontmann auch derart überzeugend vorgetragen, dass der Hörer über weite Strecken des Albums den ein oder anderen Gänsehautmoment durchlebt. Doch auch fernab der Vocals erweist sich „Valley Of Death“ als absolut stimmige Platte. Das liegt vor allem daran, dass sich die fünf Ausnahmemusiker nicht einfach nur stupiden Genreklischees hingeben, sondern einmal mehr ihren ohnehin wuchtigen Sound mit Elementen aus Metal & Co. aufpeppen.

So punktet das zornige „Burn“ mit seinem rasant-metallischen Hauptriff, während „Born Feet First“ dank grooviger Rhythmen zu einer der stärksten Nummern der gesamten Platte wird. Auch sonst scheinen LIONHEART genau zu wissen, was ein hochkarätiges Hardcore-Album ausmacht: Mit den unübertroffenen Gastvocals von Jesse Barnett (STICK TO YOUR GUNS) auf „Rock Bottom“ liefern die Jungs das womöglich beste Feature, welches die Hardcore-Szene 2019 miterleben durfte. Den Schlusspunkt setzen „In My Skin“ und „Dragging Heaven“, zwei Tracks, die im Vergleich zwar etwas weniger ausgefeilt, dafür umso brutaler und dementsprechend genretypischer ausfallen.

Fünf Männer, die die Szene für immer prägen werden: LIONHEART

„Valley Of Death“ – Nicht aus der Szene wegzudenken

Nein, aus der Szene wegdenken kann man sich LIONHEART nun wirklich nicht mehr. Dafür liefern die Jungs seit Jahren einfach zu zuverlässig ab und sorgen mit stimmigen Live-Shows für derart viel Action, dass man den Konzertbesuch noch Tage später in den Knochen spürt. Und obwohl die Kalifornier mit Hits wie „LHHC“, „Trial By Fire“ oder „Vultures“ schon eine ganze Bandbreite an packenden Live-Hymnen mitbringen, freut man sich um so mehr, wenn neues Material nachkommt. „Valley Of Death“ bietet da keine Ausnahme. Die Platte strotzt nur so vor Energie, überzeugt nicht nur musikalisch, sondern auch dank der ganz starken Lyrics und bietet einiges an Live-Potential. Schade nur, dass sich die Spielzeit auf etwas weniger als 25 Minuten beläuft – im Hardcore zwar keine Seltenheit, doch in Höchstform hört man LIONHEART gerne länger zu!

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23.12.2019

"What is this that stands before me?"

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2 Kommentare zu Lionheart - Valley Of Death

  1. ClutchNixon sagt:

    Die mit Abstand beste Bollo HC Platte des Jahres und `When I got outʼ fest in meiner Sports Playlist.

    8/10
    1. daniel sagt:

      boah fett !! in your face !! aber trotz allem kotzt mich die spielzeit an. ja ich weiss ..is halt bei hc so ! muss ich aber nicht zwingend gut finden ! da kauf ich mir doch keine platte !! die sollte dann auch def. 10 euro kosten !! aber klar is n brett ! kann mit hatebreed mithalten…

      7/10