Mental Home - Black Art

Review

Mit Vale konnten die Russen Mental Home ein erstklassiges Album vorweisen und sofort 09 Punkte ernten. Nun wollen sie mit Black Art diesen Erfolg wiederholen. Ob es ihnen glückt? Auf Black Art tummelt sich die bekannte Mischung: Gothic/Doom/Dark-Metal, voller Sound, atmosphärische Keyboards, abwechslungsreiche Songs und ab und an auch weibliche Vocals, die mal trällernd, mal sprechend durch die Gegend wandern. Die männlichen Vocals kommen mal leicht grunzend, mal leicht kreischend und manchmal auch flüsternd daher. Kurzum: Alle Elemente aus dem Vorgängeralbum wurden verwendet. Warum aber diesmal nur sieben Punkte? Ganz einfach: Mental Home verwenden zwar alles aus dem ersten Album, haben aber die interessanten Ecken und Kanten weggelassen. Die hübschen Gegensätzlichkeiten wie geflüsterte Stellen auf der einen Seite im Stil von Tiamat und nettes Geknüppel auf der anderen Seite tauchen kaum noch auf. Die violinenhaft verwendeten Keyboards und viele andere Feinheiten, wie übrigens auch der Gesang, gehen im Sound unter. Selbst schnellere Stellen wie zum Ende von „Silent Remembrance“ ächzen unter der Last von unzähligen Keyboard-Sounds, die die Musik zu ersticken drohen. Es ist diesmal einfach zuviel des Guten, man ist schnell gesättigt von den vielen Keys und schaut genervt auf die Track-Anzeige, die einem noch fünf weitere Songs anzeigt. Zu viele Bands gehen diesen Weg und es ist schade, daß sich Mental Home auch in diese Richtung entwickelt haben. Anhänger der Band Dark dürften bei „Pagan Freedom“ auch sehr verblüfft schauen, klingt dieser Song doch fast wie ein Song der deutschen Band. Schade. Ich hatte mir mehr von diesem Album erhofft und das schöne Wort „zurückweiterentwickelt“ paßt hier sehr perfekt: Eine Band mit eigenständigem Sound entdeckt einen ausgetretenen Pfad und folgt ihm blind… Mit dem Entfernen der Ecken und Kanten hat man zwar ein perfekteres Album geschaffen, damit aber auch die Eigenständigkeit verloren. Anspieltips sind die Songs 09 und 07. Zusätzlich zur Musik offenbart sich einem eine kleine Avi-Datei, steckt man die CD in einen Windows-Rechner (Quicktime beim Mac) mit einem ruckligen Videoclip zu „Pagan Freedom“. So ganz will mir aber noch nicht einleuchten, was dieser Clip darstellen soll, was auch an den knapp neun Frames pro Sekunde liegen kann, in denen der Clip gespeichert wurde. Er ist komplett animiert. Wer jetzt aber angesichts solcher Sätze wie „Alleine der Clip benötigte ein Jahr, bis er fertig war!“ ähnlich perfektes erwartet, wie die Animationssequenzen im „Viva Forever“-Clip der Spice Girls, der wird enttäuscht werden. The End Records waren so nett uns zu gestatten, ein Real Video von diesem Avi-Clip zu erstellen.

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17.09.1998

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