Mindead - Abandon All Hope

Review

Galerie mit 13 Bildern: Mindead - Live auf dem Cypefest 2019

Aus der Kategorie „Newcomer, die man kennen sollte, weil sie vielleicht irgendwann mal megabekannt sind und man sich damit rühmen kann, sie von Anfang an gekannt zu haben und die man dann scheiße findet, weil sie ja jetzt total kommerziell sind, was aber eigentlich nicht stimmt, weil sie eigentlich schon immer recht kommerziell waren“ stelle ich euch heute die Schwabenrasselbande MINDEAD und deren locker-flockiges Debüt „Abandon All Hope“ vor. Der laut Bandbio „Klangcocktail aus Hass, Sehnsucht und Depression“ dürfte auf jeden Fall jedem munden, der unter modernem Metal noch was anderes als austauschbaren Metalcore versteht.

MINDEAD zocken grob umfasst eine Mischung aus dem, was man früher mal als New- oder Nu-Metal bezeichnete und groovigen Bands wie allen voran SOULFLY. Angereichert wird dies mit einer hevorragend passenden melancholischen Schlagseite, was der Band zumindest ein Tüpfelchen Eigenständigkeit beschert. Im Großen und Ganzen aber ist das, was MINDEAD machen, nur bedingt innovativ oder originell, aber was will man machen, wenn man ein so satt produziertes Machwerk einlegt (das Mastering besorgte übrigens ein gewisser Andy Classen…) und gleich das Verlangen hat, die nächste Zappelbude in Schutt und Asche zu grooven. MINDEAD haben elf Songs kreiert, die sich sofort ins Hirn prägen, verdammt viel Spaß machen und irgendwie einfach nicht langweilig werden wollen. Gut, in Sachen Variation kann die Band sicher noch was dazulernen, was aber nicht heißt, dass man seine Songs nicht dynamisch ausstattet, auf Tempoverschiebungen setzt oder mit emotionaleren Gefühlausbrüchen wie den beiden bärenstarken Songs „Dark Places“ und „Until I Scream“ hantiert. Auf „Abandon All Hope“ werden aber nicht nur einfach die Gitarren runtergestimmt, auch der Melodiefaktor kommt etwa bei Songs wie dem etwas schnelleren „Cure“ oder dem nach SOULFLY riechenden „Still Empty“ prima zum Vorschein. „Feed My Hate“ klingt abgesehen vom Gesang dagegen mehr nach KORN, der geile Chorus zündet sofort und Groove gibt es hier bis zum Abwinken. Gesanglich bewegt sich die Chose zwischen aggressiv, rau und emotional. In „Wastegate“ erinnert mich das sogar ziemlich an Rob Flynn von MACHINE HEAD.

„Abandon All Hope“ ist ein beachtliches Werk für einen Newcomer, ein heißer Tipp für alle Hobby-DJs und eine Wohltat für alle, die Bands wie SOULFLY oder die DEFTONES zu ihren Faves zählen. Noch etwas mehr Abwechslung, vielleicht der ein oder andere atmosphärische Part dazu, ein Schuß eigenwillige Exotik, dann könnte diese Band demnächst nach den Sternen greifen. Macht süchtig!

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31.08.2008

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