Minotaur - God May Show You Mercy… We Will Not

Review

Scheiße ist das Kult! MINOTAUR wurden bereits 1983 gegründet, spielten drei Demos ein, nahmen am „Teutonic Invasion Part I“ Sampler teil. 1988 veröffentlichte die Band dann schließlich in Eigenregie ihr Debütalbum „Power Of Darkness“, es folgte Anfang der Neunziger eine kurze Pause, dann 1993 das Zweitwerk „Welcome to…“, danach eine längere Auszeit, und 16 Jahre später liegt nun der genial betitelte Nachfolger „God May Show You Mercy… We Will Not“ vor. Na, man kann sich ja mal Zeit lassen, nicht?

Im klassischen Dreiergespann spielend, hauen MINOTAUR lupenreinen Thrash Metal mit leichtem Punkeinschlag aus den Boxen, voll in die Fresse, teutonisch, und das old school as fuck! Simple, aber effektiv sägende Riffs, pumpender Bass, flottes Uffta-Uffta-Schlagzeugspiel und infernalischen, charismatischen Krächzgesang sind die Grundzutaten des rauen, rüpelhaften und fast durchgehend schnell eingeholzten Thrash Metals. Soli sind Mangelware, stattdessen gibt es fast durchgehend auf die Zwölf, ohne es an Eingängigkeit missen zu lasen.

Die Band hat offensichtlich einiges auf dem Kasten, auch wenn alles recht roh gehalten ist, wirkt das Zusammenspiel sehr tight, sitzt jedes Break. Dabei klingen MINOTAUR urtypisch, da werden auch mal komplette Sequenzen von KREATOR adaptiert („Princess Of Hell“). Dazu passend präsentieren sich die Songs im altmodischen, ruppigen Klangbild, das so gar nicht an zeitgemäße Produktionen erinnern möchte.

Die mit viel Attitüde, Charme und Spielfreude dargebotenen, kompromisslos räudigen Kompositionen atmen den Geist solcher Bands wie (jeweils die alten) KREATOR, DESTRUCTION, TANKARD, VIOLENT FORCE und DARK ANGEL. Man fühlt sich in eine andere Zeit zurückversetzt, von der ersten Sekunde an leben die Achtziger Jahre wieder auf. Hierzu tragen auch das Remake des Bandklassikers „Tales Of Terror“ als auch die leider etwas uninspirierte WASP Coverversion von „Animal (F**k Like A Beast) bei.

Das Trio hat mit „God May Show You Mercy… We Will Not“ ein weder innovatives, noch besonders filigranes Werk eingeprügelt. Doch wen juckt das, bei dem geilen, wilden und dämonischen Thrash Metal, welcher einfach das richtige Feeling und den Zeitgeist von damals transportiert? Und das ohne Gnade!

28.04.2009

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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3 Kommentare zu Minotaur - God May Show You Mercy… We Will Not

  1. steffen sagt:

    2009-1993=19 ? *amKopfkratz*

    übrigens gab es bereits 2006 eine Split-VÖ mit Toxic Holocaust, Goat Messiah und Evil Angel.

    7/10
  2. steffen sagt:

    Na? Klammheimlich ausgebessert? 😉

    7/10
  3. endres sagt:

    Ja, danke für den Hinweis, ist mir schon peinlich…

    7/10