Moonlight Sorcery - Nightwind: The Conqueror from the Stars

Review

MOONLIGHT SORCERY haben erst im Februar 2022 ihre Debüt-EP „Piercing Through the Frozen Eternity“ veröffentlicht. Darauf betrieben die Finnen ähnlich wie jüngst ihre amerikanischen Kollegen von STORMKEEP feinstes Frühneunziger-Melo-Black-Metal-Worshipping auf den Spuren von EMPEROR und frühen SATYRICON. Nun stellt die zweite EP „Nightwind: The Conqueror from the Stars“ zwar keine komplette Kehrtwende dar und MOONLIGHT SORCERY bleiben im weitesten Sinne dem melodischen Schwarzstahl mit schwummeriger Keyboard-Untermalung verschrieben. Allerdings wagen sie hier ein paar überraschende stilistische Schlenker und klingen in der Konsequenz irgendwie…nun…finnischer.

MOONLIGHT SORCERY setzen auf noch mehr Melodie

„Ancient Sword of Hate“ etwa brettert zwar einerseits recht rabiat nach vorne, die sehr präsente Lead-Gitarre frickelt aber schon fast in CHILDREN OF BODOM-Sphären und trägt zudem eine leicht folkige Note. Letztere kommt beim folgenden „Yötuulten Kutsu“ voll zum Tragen, hier klingen MOONLIGHT SORCERY eher nach ganz alten FINNTROLL denn nach Ihsahns Frühwerk. Beim Instrumental „Constellation“ dominieren schließlich neoklassiche, manchmal etwas dudelige Leads und Keyboard-Geklimper, Euro Power Metal trifft auf Black-Metal-Fundament. Funktioniert gar nicht so schlecht, hätte man aber nicht auf über sieben Minuten auswalzen müssen.

Zum Schluss gibt es mit „Black Moon’s Blood“ noch ein Cover der obskuren Griechen AGATUS und ausgerechnet hier bewegen sich MOONLIGHT SORCERY tatsächlich am nächsten am Sound ihrer Debüt-EP. Offensichtlich waren nämlich auch AGATUS nicht ganz unbeeindruckt von „Dark Medieval Times“ und „In The Nightside Eclipse“. Ein kurzer Gegencheck verrät, dass sich MOONLIGHT SORCERY nicht allzu weit vom Original entfernt haben, allerdings auch, dass die Vorlage etwas besser ist.

Ein wenig zu sprunghaft

Im Grunde sind Wandlungsfähigkeit und Abwechslungsreichtum durchaus positive Dinge und für sich genommen sind die Songs auf „Nightwind: The Conqueror from the Stars“ durchaus ansprechend. In der kurzen Spielzeit einer EP allerdings derart viele Stilbrüche zu vollziehen, führt unweigerlich zu einer gewissen Inkohärenz. „Piercing Through the Frozen Eternity“ dagegen stellte seine Einflüsse zwar klar zur Schau, wirkte dadurch aber auch in sich geschlossen und wie aus einem Guss. So hat der neue Kurzspieler einen dezenten Stückwerkcharakter. Fleißig wie die Finnen aber scheinbar unterwegs sind, wird sich der Kreis hoffentlich alsbald mit einem Album schließen.

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07.01.2023

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1 Kommentar zu Moonlight Sorcery - Nightwind: The Conqueror from the Stars

  1. Hansi sagt:

    So auf das erste Ohr hat das was. Sicher nichts was man hören muss, aber ich glaube immerhin etwas das man hören kann und das ist gerade in dem Genre nicht selbstverständlich. Wertung geht denke ich auch klar, mit etwas über Durchschnitt.