New Years Day - Unbreakable

Review

Soundcheck April 2019# 22

In den USA sind sie schon recht erfolgreich, bei uns noch eher in der zweiten Liga – die 2005 gegründeten NEW YEARS DAY. Nach vielen Besetzungswechseln ist die charismatische Frontfrau Ashley Costello bei den Kaliforniern die einzige Konstante, und auch stilistisch hat sich die Truppe vom Pop Punk / Gothic Rock hin zu einer Mischung aus Alternative Rock, Pop, Elektro und Modern Metal / Metalcore entwickelt. Mit „Unbreakable“ liegt nun das vierte Studioalbum vor. Die bisherigen Alben wie der Vorgänger „Malevolence“ sind bei uns nicht allzu positiv angekommen, kann „Unbreakable“ mehr überzeugen?

„Unbreakable“ – das vierte Album von NEW YEARS DAY

Den Anfang macht das recht rotzig-harte, kraftvoll-düstere „Come For Me“ mit seinem einprägsamen Refrain, drückenden Gitarren, leichtem Elektro-Touch, Horror-Pop-Synths und gutem Beat, erinnert mich Stellenweise an MOTIONLESS IN WHITE. In eine ähnliche Richtung gehen auch die folgenden „MissUnderstood“, das aber auch mit Elektro-Pop liebäugelt, und das sehr dynamische, groovig riffende „Skeletons“, das stark von LINKIN PARK beeinflusst ist. Sängerin Ashley schreit und growlt mit emotionaler Durchschlagskraft, ihre normale Singstimme erinnert häufiger an Gwen Stefani. An diesen ersten drei Songs erkennt man schnell, dass NEW YEARS DAY weg von den früheren Gothic Rock Anklängen wollen und sich einem moderneren, mal härteren, aber auch mal softeren Sound mit dezenten Industrial-Einflüssen verschrieben haben. Stärkere Kontraste, weniger Kitsch, etwas mehr Substanz. Gerade die härteren, besonders harschen Momente wirken aber manchmal zugegebenermaßen eine Spur zu grob und plump, die Melodien zünden nicht immer. „Shut Up“ wiederrum ist sehr melodisch und glatt gehalten, poppig tanzbar, erinnert hier und da an BRING ME THE HORIZON. NEW YEARS DAY wollen den Erfolg, das hört man hier ganz deutlich, und der Song ist auch wirklich ein Hit. Der einprägsame Titelsong selbst klingt tatsächlich weniger nach einem typischen Lied von NEW YEARS DAY, insbesondere der Refrain hat was von „Chandelier“ von Sia, natürlich deutlich heavier. Und „Poltergeist“ schlägt mit neuer Atmosphäre und Dynamik eine Dark Pop Richtung ein, wie sie auch PYRIS auf ihrem „White Noise“ Album spielten, mit einigen härteren Momenten. „Unbreakable“ entstand mit runderneuerter Band sowie den beiden Songwritern und Produzenten Mitch Marlow (ALL THAT REMAINS, IN THIS MOMENT) und Scott Stevens (HALESTORM, SHINEDOWN). NEW YEARS DAY haben ihren Sound in eine etwas neue Richtung entwickelt. Wo sie das durchgezogen haben, klingt es auch ganz gut, vieles ist aber noch etwas zu vorhersehbar oder wirkt gezwungen. Dennoch, viele Songs haben hohen Wiedererkennungswert und sind schön eingängig, „Unbreakable“ geht also in die richtige Richtung.

Shopping

New Years Day - Unbreakable (Standard CD Jewelcase)bei amazon12,99 €bei EMP14,99 €
25.04.2019

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

Shopping

New Years Day - Unbreakable (Standard CD Jewelcase)bei amazon12,99 €bei EMP14,99 €
New Years Day - New Years Day Unbreakable LP & CD Standardbei EMP21,99 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 31623 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

New Years Day auf Tour

18.11.19Halestorm - Tour 2019Halestorm und New Years DayCapitol, Offenbach
19.11.19Halestorm - Tour 2019Halestorm und New Years DayGroße Freiheit 36, Hamburg

3 Kommentare zu New Years Day - Unbreakable

  1. ClutchNixon sagt:

    Fürchterlicher Plastikschrott. Ich wiederhole mich gerne, wenn ich schreibe, dass neunzig Prozent der aktuellen female fronted Modern Metal Welle der letzte Scheiß ist.

    1. azl sagt:

      War das jemals anders? Die meisten dieser Sorte von Bands nehmen ihr Alleinstellungsmerkmal nicht bezüglich Besonderheiten in ihrem tatsächlichen Sound sondern simpel von dem Fakt, dass da ne Tussi trällert. Hat mir noch nie zugesagt. Das alleine ist halt leider kein Zeichen für Qualität.

  2. nili68 sagt:

    Das meiste an jeder Art von Metal ist Schrott, egal ob da Mann, Frau oder eines der 2346432 anderen Geschlechter singt. Sturgeon’s Law..
    Gibt auch geile Bands, JINJER, ETHS.. ihr Mysoginisten.