New Years Day - Victim To Villain

Review

NEW YEARS DAY aus dem sonnigen Kalifornien gehören im Rooster von Century Media sicher zu sowas wie einer exotischen Randerscheinung. Sicher, mit IN THIS MOMENT hat man etwas vergleichbar modernes, doch die vier Mannen und Fronterin Ash sind sogar noch eine Spur poppiger. Im Vergleich zu den restlichen Bands im Stall also durchaus eine Ausnahme.

Leider eine wenig spektakuläre. Eine moderne Rock-/Metal-Mixtur steht auf dem Programm und das auch noch völlig ohne Ecken und Kanten zum Stoßen. Harmlos ist der erste Begriff, der mir beim Hören durch den Kopf schießt und sich auch nach einigen Runden im CD-Player nicht verdrängen lässt. Viel hängen bleibt von „Victim To Villain“ aber ohnehin nicht. Dazu sind NEW YEARS DAY einfach zu unspektakulär. Hier und da findet sich die ein oder andere nette Melodie und auch Fronterin Ash lässt hier und da aufhorchen, passt sich aber dem wenig außergewöhnlichen Gesamtbild an. Die erste Hälfte des Albums zieht dann auch mit radiotauglichem Pop/Rock ins Land, der zwar wenig stört, aber mich nicht zum Kauf reizen könnte. Ein bisschen spannender wird die Angelegenheit mit „Angels Eyes“, bei dem sich NEW YEARS DAY Verstärkung von MOTIONLESS IN WHITE-Fronter Chris Cerulli holen und er sich ein passables Duett mit Ash liefert. Auch das beschwingte „Any Last Words“ fällt etwas aus dem Trott und wird immerhin zu einer flotten, eingängigen Nummer, die sogar eine etwas längere Haltbarkeitszeit hat.

Das klingt vielleicht etwas hart, doch all zu viel Spannung bieten NEW YEARS DAY leider nicht. „Victim To Villain“ ist selbst für modernen Rock ziemlich zahnlos ausgefallen und für so eine poppige Schose fehlen dann auch einfach die genialen Hooklines. Der Herzschmerz, den das Album wie in „Tombstone“ versucht zu vermitteln, packt mich ebenso wenig, wie die mal etwas härteren, aber überaus langweiligen Gitarren. Ansonsten, wie gesagt, netter Emo-Pop-Rock-Metal mit weiblichen Gesang.

09.07.2013

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