NNB - Inside Your Head

Review

NNB. Oder doch besser DOUBLE NB. Wenn ihr wollt, geht auch NONOTHINGBUT in Ordnung, denn letztendlich bezeichnet jeder der drei Namen ein und dieselbe Band. Und die kommt -wie sie es selbst nennen- aus dem „Land zwischen den Meeren“, dem schönen Schleswig-Holstein. Das Quintett treibt dort schon seit über fünf Jahren sein Unwesen und bringt mit „Inside Your Head“ nun ihren ersten Longplayer unter die Leute.

Die musikalische Marschrichtung wird schon beim Opener „1000 Voices“ deutlich – melodischer Alternative Rock mit griffigen Melodien, ohrwurmprovozierenden Gesangslinien und das alles gezockt in einem radiokonformen Härtegrad. Das klingt jetzt negativer als ich es meine, denn das Ganze kommt recht frisch um die Ecke und klingt trotz des Mainstreamcharakters angenehm unverbraucht und bodenständig. Vergleiche mit anderen Bands finden sich dann aber dennoch am ehesten in der Nische des Radiorocks und so kommt man beim Beschreiben der Musik nicht um Namen wie NICKELBACK, CREED oder auch PUDDLE OF MUDD herum. Besonders die Vocals von Sänger Jan erinnern stellenweise sehr an Wes Scantlin von den Matschpfützen und auch die Basslines, die latenten Metalanklänge und das Drumming könnte man ohne Probleme als zeitgemäßen Rock der amerikanischen Sorte verkaufen.

Die meisten Nummern auf „Inside Your Head“ siedeln sich dabei im Midtempo-Bereich an, nur der erwähnte Opener und das schmissige „Riot“ gehen härter zur Sache. Schade eigentlich, denn auf die Dauer neigt das gemäßigte Tempo dazu, etwas langweilig zu werden, ein bisschen mehr Schmackes hier und da würde das Album mit Sicherheit erheblich aufwerten. Auch die Arrangements sind noch nicht das Gelbe vom Songwritingei, aber angesichts des jungen Alters der Bandmitglieder und des Faktes, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, gewiss verzeihbar.

Wer sich also gerne mal dem lockeren Alternative Rock hingibt und auch vor schnittigen Hooklines und rundfunktauglichem Riffing keine Angst hat, der ist bei NNB an der richtigen Adresse und kann sich mit „Inside Your Head“ ein solides und erfrischendes Scheibchen in den heimischen Schrank stellen.

27.09.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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