Perzonal War - Captive Breeding

Review

Seit bereits mehr als eineinhalb Dekaden verharren die Nordrhein-Westfalen von PERZONAL WAR bereits im deutschen Thrash Metal-Underground und trotz des Ausflugs zum renommierten Label AFM Records ist der Band der Schritt aus diesem heraus auch nach sechs Alben noch nicht gelungen. Mit “Captive Breeding” wagen PERZONAL nun einen neuen Versuch. Verstärkung erhalten die vier Musiker dafür von ihrem neuen Label Metalville.

Doch obwohl das, was PERZONAL WAR auf ihrem neuen Werk abliefern, absolut anständig ist und sie ihren im Underground erspielten Rang und Namen dadurch natürlich ein weiteres Mal manifestieren: Zu mehr reicht es einfach nicht. Dabei mangelt es der einst immer wieder mit METALLICA verglichenen Band weder an Aggression noch an Melodie. Schon beim Opener zeigen PERZONAL WAR, was sie zu bieten haben: Hämmernde Doublebass-Attacken massieren die Gehörgänge, energiegeladene, brutale Riffs preschen und drücken nach vorn, melodische, verspielte Leads schlängeln sich durch die dichte Soundwand. Der mal attackierende, mal raue, aber emotionale cleane Gesang stattet den Titel mit einem wirklich eingängigen Refrain aus. Doch schnell stellt man fest, dass das, so gut es sich auf dem Papier (bzw. dem Bildschirm) auch lesen mag, einfach nicht genug ist – und dabei gehört “Regression Of The Art” zu den besten Songs auf dem Album. Denn was PERZONAL WAR nicht zu bieten haben, ist das Herausragende, Besondere. Das, was anderen Bands dazu verhilft, aus der Masse hervor zu stechen und so größeren Erfolg mit ihrer Musik zu haben. Das, was dazu animiert, die Platte immer wieder auflegen zu wollen. Was das genau ist, unterscheidet sich im Detail zwar von Band zu Band, doch im Grunde hat es immer mit besonderen Akzenten und packenden Highlights zu tun. Und die fehlen in den 13 Songs auf “Captive Breeding” weitestgehend.

Doch wer weiß, vielleicht fühlen sich PERZONAL WAR auch genau dort, wo sie sind, und mit dem, was sie machen, wohl und haben gar nicht den Wunsch, nach mehr zu streben. Das sei ihnen unbenommen, ändert jedoch nichts daran, dass “Captive Breeding” alles in allem solide, etwas überdurchschnittlich, aber einfach nicht wirklich interessant ist.

Shopping

Perzonal War - Captive Breedingbei amazon9,83 €
30.06.2012

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Captive Breeding' von Perzonal War mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Captive Breeding" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Perzonal War - Captive Breedingbei amazon9,83 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 34292 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare