Queensryche - Take Cover

Review

QUEENSRYCHE galten ja eigentlich schon immer als Band, die konsequent ihren Weg geht. Gut, in den letzten Jahren und vor allem mit „Operation:Mindcrime 2“ ging die Konsequenz leider etwas verloren, was den Jungs um Ausnahmesänger Geoff Tate sicherlich nicht sonderlich geschadet hat. Vielmehr erhielten die Fans, die schon seit Jahren noch einem zweiten Teil des legendären „Operation:Mindcrime“ Meisterwerks schrieen, endlich die Bedienung. Ob dies nun gut oder schlecht war, soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden, lest euch einfach das entsprechende Review durch.

Mit dem aktuellen Werk „Take Cover“ konnten QUEENSRYCHE einen langen Traum zusammen stellen. 11 Lieblinsstücke der Musiker, die größtenteils im Rock-Sektor anzusiedeln sind, wurden hier nach eigenen Gesichtspunkten unters Messer gelegt. Und siehe da! Die eigene Interpretation der Stücke kann sich wirklich gut hören lassen (wenn man denn auf die Klassiker der jeweiligen gecoverten Band steht). Nun, eine besonders große Veränderung haben QUEENSRYCHE jedoch nur an einigen Stücken vorgenommen. Wenn man sich z.B. das BLACK SABBATH Cover „Neon Knights“ anhört wird man verblüfft sein, denn Geoff Tate hört sich hier an wie Ronnie James Dio live. Nicht schlecht. Die ursprünglich schon geile aber simple Nummer macht ordentlich Spaß. Auch die Version von QUEENs „Innuendo“ ist keinesfalls Götterlästerung. Vielmehr hört sich die Nummer nach QUEENSRYCHE zu „Promised Land“-Zeiten an. Interessant auf jeden Fall. Doch nicht nur die hart rockende Gemeinde bzw. deren Vorzeigeacts wurden bearbeitet. So findet man u.a. auch den Klassiker „Almost Cut My Hair“ von CROSBY, STILLS, NASH AND YOUNG vor, ebenfalls eine der stärksten U2-Nummern “Bullet In The Blue Sky” (live), die ja ebenfalls schon mal von SEPULTURA gecovert wurde.

Insgesamt ist „Take Cover“ eine ausgeglichene Platte, bei der man merkt, dass die Band aus Seattle viel Spaß beim Einspielen hatte. Ob sich jedoch der geneigte Metalfan dieses Teil in den Plattenschrank stellen muss, wage ich doch zu bezweifeln. Vielmehr ist „Take Cover“ eine reine CD für die absoluten QUEENSRYCHE Fans, nicht aber für diejenigen, die es noch werden wollen. Vielleicht fühlen sich ja noch Fans der Bands angesprochen, deren Stücke hier verbraten wurden. Man darf gespannt sein, was noch kommt.

30.12.2007
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