Quicksand - Distant Populations

Review

Nach “Interiors“ melden sich QUICKSAND mit “Distant Populations“ zurück. Dabei bleibt die Combo ihrem Konzept treu und liefert ein klassischen Post-Hardcore-Album ab. Doch in einigen Punkten unterscheidet sich die Platte von ihren Vorgängern. Es ist fraglich, ob QUICKSAND einen Schritt nach vorn oder zurück getätigt haben.

QUICKSAND mit alten Stärken

“Inversion“ beginnt ruppig und überrollt die Klangmanege mit rotzigem, aggressivem Gesang. Ein Vorhang aus Riffs macht sich derweil im Hintergrund breit und brennt wie Zunder in den Ohren. Dieses Aufgebot wirkt fast schon hypnotisch. Ein wenig erinnert die Aufmachung an DEFTONES, wobei sich die Kulisse schnell ändert.

“Distant Populations“ bleibt homogen, bietet jedoch Abwechslung. Überraschend melodisch kommt “Brushed“ daher. Besonders die Akustikgitarre sticht hervor und erdet die aufgebrachte Atmosphäre des Albums mit einem natürlich klingenden Sound.

Manchmal verträumt, manchmal mitreißend, QUICKSAND geben sich die größte Mühe, möglichst authentisch zu klingen. Auch “Katakana“ oder“ Missile Command“ überzeugen mit überraschenden Wendungen und ausgeklügelten Ideen.

QUICKSAND mit neuen Schwächen

Das Songwriting verliert im Gegensatz zu “Interiors“ etwas an Komplexität. Einige Passagen von “Lightning Field“ lassen eher High-School-Rock-Band-Stimmung aufkommen. QUICKSAND knüpfen fast nahtlos an ihr Vorgängeralbum an, aber eben fast. Denn dieses hatte von allem mehr zu bieten.

Komplexeres Songwriting, als auch die melodische Abwechslung waren auf “Interiors“ zu einem viel höheren Anteil vorhanden. Auf “Distant Populations“ macht die Band verglichen damit ein paar Schritte zurück. “Phase 90“ schwindet zügig aus dem Gedächtnis und geht in der Atmosphäre komplett unter.

Doch zum Schluss erwartet einen noch mal ein kleiner Aufschwung. “Rodan“ stimmt Gesang und Riffuntermalung gekonnt miteinander ab und lässt das Werk langsam ausklingen.

“Distant Populations“ macht trotzdem Laune

Das Album gibt sich zwar öfter die Blöße, schafft aber trotzdem eine hingebungsvolle Atmosphäre. Gerade durch die Kompaktheit der Songs erfolgt ein Hördurchgang praktisch fließend. Zwischendurch schleichen sich immer wieder Wendungen in die Songs ein und kreieren die nötige Abwechslung. Nur zwischendurch hängt “Distant Populations“ etwas durch wächst nicht über sich hinaus.

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22.08.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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