Rain fell within - Refuge

Review

Es ist wirklich schwierig, aus dem ganzen Kessel der Veröffentlichungen im Gothicgenre wieder als eine kleine Perle hervorzustechen. Eine dieser Perlen ist die amerikanische Band Rain fell within, die mit ihrem Debüt „Refuge“ vor allem in den Staaten so ziemlich als Newcomer im Gothicmetal Bereich abgefeiert werden. Wie ihre amerikanischen Stilkollegen, legen Rain fell within wert auf getragene Melodien und balladiösen Klavieruntermalungen. Dawn, die Lead Sängerin der sechsköpfigen Band, legt dabei eine gesangliche Höchstleistung vor, die man vor allem von der Ausnahme – Sängerin der Band Nightwish kennt. Was mich aber im Gegensatz zu Nightwish sehr beeindruckt ist, dass das Album „Refuge“ von Rain fell within nicht so dermassen überproduziert wirkt wie z.B. das neue Werk der Finnen, musikalisch aber immer noch ein Hammer – Album vorliegt. Zu meiner Überaschung sticht auch der bei Rain fell within verwendetet Fretless Bass besonders sympatisch aus der Produktion hervor. Verknüpft mit den melancholischen Songstrukturen und einem zwischen schnell und langsam wechselnden Schlagzeug gibt sich, bei den für die Amis doch etwas ungewöhnlichen Stil, ein überzeugendes Gebräu, dass von keinen Gothic – Metalfan ignoriert werden soll. Der abwechslungsreiche Einsatz der teils sehr atmosphärischen Klänge des Keyboard tut sein übriges und rundet die Songs auf „Refuge“ perfekt ab. Teilweise vermag ich sogar einige musikalische Ausdrucksmittel der Ausnahmeband „The Third and the mortal“ herauszuhören, obwohl das sicherlich auch nur ein subjektiver Eindruck sein kann. Fakt ist, dass Rain fell within mit „Refuge“ ein überdurchschnittlich gutes Gothic – Album unter die Leute gebracht haben, das sowohl den Gothicfan aber als auch den klassischen Hörer anspricht und sie somit auch ihre 9 Punkte wahrlich verdient haben. (Link)

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23.05.2002

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3 Kommentare zu Rain fell within - Refuge

  1. Anonymous sagt:

    RFI sind in Undergroundkreisen bereits seit einiger Zeit bekannt und konnten mich schon mit ihrer ersten MCD "Believe" (1999) überzeugen. Die Performance aller Musiker (und hierbei v.a. jene der Sängerin) ist wahrlich phänomenal. In puncto Opulenz, Emotionalität UND Heaviness können sie es problemlos mit "Oceanborn" (der IMHO bis dato besten Nightwish-Platte) aufnehmen. Die lauschigen Undergroundzeiten sind mit dieser Platte sicher zu Ende. Man darf nun gespannt sein, wie sich RFI im Kommerzsog ausrichten und "weiterentwickeln" werden. 10 Punkte, was sonst?! (Und mal ehrlich: Welche Band dieses Musikstils verdient heutzutage noch 10 Punkte?).

    10/10
  2. Birger sagt:

    Ich konnte die Cd leider noch nicht in seiner Gesamtheit anhören, aber der Opener und der vierte Track müssten doch eigentlich eine recht objektive Bewertung zulassen. Die Sängerin ist wirklich gut, klingt fast wie unsere ;-), nicht ganz Tarja Niveau, aber sehr schön! Die Instrumentierung geht in Ordnung, hat aber vor allem bei der Gitarre und Keyboard noch lange nicht die virtuosität Nightwishs, zumindest hab ich bisher kein Solo oder schnelle unisono-läufe gehört. Vom Songwriting her kommen sie in etwas an Oceanborn heran, erreichen aber nicht die unglaubliche Dynamik und können auch nicht wirklich überraschen, gute Refrains (man denke an sacrament of wilderness oder Stargazers) waren bisher ebenfalls Mangelware. Da ich bisher nur wenige Stücke (dazu noch 2 von den vorgänger Alben) gehört habe, wäre ein vorschnelles Aburteilen falsch, aber ich werde den Eindruck nicht los, dass das noch nicht so ausgereift ist, zumal diese Tracks ja selbst von der Band als Demonstration ihres Könnens gewählt worden. Naja, wie schon bei Tristania bin ich nicht sooooo begeister, aber trotzdem nicht schlecht 😉

    7/10
  3. Anonymous sagt:

    Naja, also ich kann den "Rummel" um Rain fell within irgendwie nicht ganz nachvollziehen…es sind zwar gute bis sehr gute Ansätze vorhanden, aber auch diese Band muss noch etwas reifen, um zu ihrer vollen Blüte zu gelangen. Geht mir übrigens ähnlich wie bei Myriads – schlecht war das ja auch wirklich nicht, aber eine CD am Stück kann ich mir davon nicht geben…und ein Vergleich mit den göttlichen 3rd & the Mortal in diesem Zusammenhang ist schon fast Blasphemie – aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und so möchte ich an dieser Stelle nochmals an die neue Sirenia "At sixes and sevens" erinnern, die garantiert keine Wünsche offenlässt 😉 Greetz & ein schönes Wochenende… P.S.: Wann kommt das Hagalaz Runedance-Review ? Bin schon gespannt darauf !

    6/10