Raw - Moshpit

Review

RAW aus Mannheim haben bereits drei Demos (alle zwischen 2007 und 2009 erschienen) in Eigenregie veröffentlicht. Selbige sind hier unter dem Titel “Moshpit“ nochmals zusammen gefasst worden. Allerdings haben die Jungs um Frontmann Phil das komplette Material neu eingespielt und von Andy Classen mastern lassen. So ist zumindest garantiert, dass der Sound ordentlich rumst. Das steht der Musik von RAW gut zu Gesicht und der Name der Scheibe ist hier in der Tat Programm.

Die zwanzig Nummern von “Moshpit“ gehen mit einsetzen der Gitarre am Anfang der Scheibe gnadenlos auf die Zwölf und lassen dem Hörer quasi keine Verschnaufpause. Die Basis für den Sound der Baden-Württemberger stellt eindeutig der Thrash-Metal dar. Als Anhaltspunkte sei an dieser Stelle auf frühe TANKARD und SODOM zu “Get What You Deserve“-Zeiten verwiesen. Die Songs sind schnell gespielt, besitzen stellenweise einen gewissen Groove und haben zudem noch einen kräftigen Hardcore-Einschlag. Zwar sollte man als Hörer hier keine progressiven Ausflüge erwarten, aber das ist auch nicht die Intention der Band. Eine weitere Facette stellt die Stimme von Shouter Phil dar, der sich munter zwischen Thrash-, Death-Metal und Hardcore-Shouts bewegt und den Songs so zusätzliche Farbtupfer verleiht. Da hier auch das Aggressionslevel stimmt, haben die Jungs also in dem Punkt alles richtig gemacht.

Was “Moshpit“ allerdings fehlt, ist Eingängigkeit, beziehungsweise eine gewisse Nachhaltigkeit. Weder die Riffs noch die Refrains bleiben nachhaltig im Gedächtnis. Das ist von daher ein Problem, weil die zwanzig Stücke im ICE-Tempo an einem vorbei rasen und man sich in Ermangelung von Haltepunkten am Ende der Scheibe fragt, was da gerade über einen gekommen ist. Das muss jetzt, und vor dem Hintergrund (Old School-) Hardcore, nicht zwangsläufig negativ ausgelegt werden. Da die Hauptzutat der Musik aber, und das unterstreicht die Band auch deutlich, Thrash-Metal ist, fehlen eindeutig die fesselnden Hooks und/oder eingängigen Riffs.

Wie soll die Bewertung für die Scheibe der fünf Thrasher nun ausfallen? Auf der einen Seite treffen sowohl Band- als auch Albumtitel zu hundert Prozent ins Schwarze und beschreiben ganz genau was im Pit abgeht – es ist roh und brutal. Auf der anderen Seite leiden die zwanzig Nummern unter latenter Identitätslosigkeit, weil kein oder nur wenig Wiedererkennungswert vorhanden ist. Von daher hadere ich auch nach dem zehnten Durchlauf noch immer mit der Wertung. Am besten ihr macht euch selbst ein Bild von “Moshpit“ und hört auf der Myspace-Seite von RAW in die Musik rein.

09.03.2010

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2 Kommentare zu Raw - Moshpit

  1. meatpacker sagt:

    ähm…schwaben? mannheim…schwaben? nö!

    10/10
  2. evilrisotto sagt:

    ey Schwaben ^^ da hat aber der Rüssel von Kritiker mit Mühe und Not den Hauptschulabschluss geschafft oder wie?

    Kaum zu glauben!

    5/10