Replica - Riven By Grief

Review

Oft ist man wirklich überrascht welch professionelles Niveau manche Eigenproduktionen haben. Die Österreicher REPLICA haben bei der Erstellung ihres Debüts keine Mühe und Kosten gescheut, und haben ihren Silberling mit gutem Artwork und gekonntem Bandfoto ausgestattet. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Teil keineswegs von vielen Labelwerken. Meine Aufgabe ist es nun zu prüfen, ob der Inhalt auch so locker mithalten kann, und was sie da auf die CD gebrutzelt haben.

In erster Linie ist es ziemlich thrashig, was mir da aus den Lautsprechern entgegen kommt. Zum Glück gibt es mit REPLICA keine weitere dieser unsäglichen Retro-Thrash Kapellen, die nur einen aufs Maul hauen wollen, und längst antiquitierte Riffs aus den Mülltonnen der 80-er rausgekramt haben. „Riven By Grief“ ist ein vielschichtiges und durchdachtes Werk geworden, in dem die jungen Burschen wohl ihre eigene Version des modernen Thrash präsentieren, falls man die Scheibe überhaupt in eine Schublade pressen kann.

Denn dies dürfte kein leichtes Unterfangen sein. Nicht dass man jetzt den Eindruck bekommt, die Chose würde etwas wirr und konfus rüber kommen. Es sind lediglich viele Einflüsse in ihrem Sound die vom Hörer hohe Aufmerksamkeit und Toleranz fordern. REPLICA servieren uns grob beschrieben einen Eintopf aus Thrash, Heavy, Metalcore, gewürzt mit etwas Melodeath und Progressive, ohne aber dabei undurchsichtig zu klingen.

Und das machen sie gar nicht mal so schlecht. In erster Linie stechen präzise und selten deplatzierte Riffs hervor. Generell kann man sagen, dass die Gitarrenarbeit geglückt ist, denn die Soli können auch größtenteils überzeugen. Es ist überflüssig zu erwähnen, dass man da auch ein gewisses Niveau pflegt. Hier gibt es keine disharmonische SLAYER-artige Gitarrenquälereien, die so manche heutige Thrash-Kapelle unbedingt kopieren müsste. Also werden sie mit Köpfchen und Melodie gespielt, und zählen zu den Highlights der Scheibe.

Zum Gesang habe ich dagegen ein relativ neutrales Verhältnis. Ich bin mir sicher, dass sich an diesem die Geister scheiden werden. Der Frontmann Alexander Krumenacker besitzt eine originelle Stimme mit hohen Wiedererkennungswert. Mir persönlich wirkt diese bei Shouts ziemlich hell und drucklos. Manche werden das aber sicher andersrum sehen. Das einzige wirkliche Problem bei dem Material sehe ich trotzdem nur darin, dass es streckenweise an „Aha“-Refrains mangelt, die diesen Silberling aus der Masse hervorheben könnten. Nichtsdestotrotz ist REPLICA ein gute und originelle Scheibe geglückt, die sich auch musikalisch nicht von den Produkten der Plattenfirmen verstecken braucht.

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05.09.2008

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