
Warum ausgerechnet das sechste Album einer der 1000 Rogga-Johansson-Bands REVOLTING eine Neuauflage verdient, die abseits einer aktualisierten Jahreszahl auf dem Backcover identisch mit dem Original ist, ist eine berechtigte Frage. Ebenso, was man noch über das Album schreiben soll, nachdem Ex-Kollege Stephan Möller das Ding zum Release bereits unter die Lupe nahm. Nun gut: Dieser Rezensent kannte bisher weder Band noch Album – let’s party like it’s 2018!
REVOLTING ist eines der 666 Projekte von Rogga Johansson
Man muss Johansson zugestehen, dass er weiß, was er tut. Zwar kann man mittlerweile eine ganze Plattensammlung nur mit seinen Bands füllen, kompletter Müll ist aber selten dabei. Manche Alben und Bands geraten schnell in Vergessenheit, doch es findet sich auch kurzweiliger Kram darunter.
So ist es auch bei „Monolith Of Madness“. Gute Songs, geiler HM2-Sound mit knarzenden Gitarren und schön röhrenden Vocals liefern alles, was man von schwedischem Todesblei erwartet. REVOLTING konzentrieren sich dabei auf die alte Schule und lassen keine modernen Einflüsse zu. Mit 36 Minuten ist die Scheibe schnell vorbei und man hat seinen Elchtod-Fix bekommen.
Trotzdem ist es schwierig, viel mehr über die Scheibe zu sagen, als Kollege Möller bereits geschrieben hat. Es ist eine klassische 7-Punkte-Platte: gut, für Genrefans uneingeschränkt empfehlenswert, aber eben kein Klassiker. REVOLTING veröffentlichten erst dieses Jahr ihr aktuelles Album „Supernatural Anthems“, sodass Fans, die die Band neu entdecken, nun die Möglichkeit haben, die bislang ausverkaufte ältere Scheibe nachzuholen.
„Monolith Of Madness“ – kann man zeitlos altern?
Als Musikjournalist stellt man sich manchmal die Frage, ob man bestimmte Alben nach ein paar Jahren anders bewerten würde. Oft lautet die Antwort: ja. Bei „Monolith Of Madness“ ist das nicht der Fall – das Ding war 2018 eine 7 und ist es heute noch. Da spielt es keine Rolle, wessen Name unter der Rezension steht.

Revolting - Monolith of Madness
Jannik Kleemann






























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