Samorra - Religion Of The Unbroken

Review

Eine eigenwillige Mischung aus bekannten Klängen von NICKELBACK, THREE DOORS DOWN, STAINED und einer Portion METALLICA zelebrieren die deutschen Nachwuchsheroen von SAMORRA. „Religion Of The Unbroken“ (gut, das passt eigentlich eher zu ManOwaR) nennt sich das Debut dieser Band, das nun gerade eine Proberotation in meinem geschundenen Player dreht.

Das geile Intro erinnert doch stark an alte Großtaten von DEATH ANGEL oder MEGADETH, sehr cool schon mal. Der nun folgende Titelsong enthält eine prägnante Hookline, stark an THREE DOORS DOWN orientierten Gesang und überhaupt ein Songgerüst, das auch Chad Kroeger und Co. sehr zusagen müßte, vor allem diese Konsequenz im nöligen Ausdruck und eine Grundhärte, die den Mainstream stets unter Wasser hält. Und „Can’t Wake It Up“ hält das Niveau. Ein wenig mögen sie auch TAPROOT und ALICE IN CHAINS, was ja sehr für SAMORRA spricht.

„Sorrow Within“ enthält gute Gitarrenarbeit, hier jedoch könnte der Gesang weit aggressiver kommen, das würde besser zum Track passen, der forsch über den Scheitel säbelt. Auch die Produktion könnte noch mehr Transparenz aufweisen, dem Song sozusagen den verdienten Anschub geben. „Brave Men“ versucht sich an den obengenannten Vorbildern, was ganz nett gelingt; allein an „Landing In London“ kommen sie nicht heran, auch nicht an die Grunge-Götter, was aber auch nicht erwartet werden sollte. Wir hatten das alles ja schon, vor inzwischen beinahe 15 Jahren.

„Where It All Begins“ ist ein gelungener Halbballaden-Atmosphärensong und „Hollow King“ düstert nicht unangenehm am Horizont. Der entscheidende Nachteil dieses gar nicht übel gemachten Albums besteht m.E. darin, dass es diese Musik so schon wesentlich vielseitiger, professioneller, besser produziert und mit kreativeren Arrangements versehen gibt. Vor zehn Jahren wär das ein Ausrufezeichen mit Aussicht gewesen, unter den heutigen Vorraussetzungen jedoch wird es diese durchaus talentierte Band nicht leicht haben, sich zu behaupten gegen die starke (vor allem)amerikanische Konkurrenz.

„Through The Mist“ ist nochmals ein Song, der das Potenzial dieser sympathischen Band andeutet, ein Highlight der CD, ganz klar. Was würde ich der Band also raten? Spielen wir mal Frederik Nordström: Den (guten) Gesang manchmal etwas härter zu akzentuieren, die Härte und den Drive von „Your Holiness“ öfters einzusetzen, in Zukunft noch mehr von den (geilen) Soli einzustreuen, ansonsten jedoch diesen Stilmischmasch beizubehalten, den ja LYMENTRIA einst auch klasse in Szene setzten, wenn auch mit mehr Gespür für Licks und spannende Kompositionen. Ich hoffe, diese Band findet Hörer, denn sie hat es durchaus verdient. Mit etwas mehr Druck ist das nächste Mal auch eine Acht drin.

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29.10.2007

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