
Bereit für eine brandneue, female-fronted Power Metal-Sensation aus Schweden? Die ihre Inspirationen unter anderem aus Wikingermythologie und den TV-Hits “Game Of Thrones“ und “Vikings“ zieht und das Fantasy-Genre als Spiegel unserer heutigen Zeit benutzt? Ja? Dann sind laut Pressetext SHADOWBORNE mit ihrem Debütalbum “Heaven’s Falling“ was für euch!
Mit SHADOWBORNE auf der Mauer
Die Band, die sich aus Sängerin Eira Shadowborne, Gitarrist und Keyboarder The Warden, Lead Gitarrist The Oathbearer, Bassist The Keeper und Drummer The Warbringer zusammensetzt, wildert musikalisch eifrig in nur allzu bekannten Gefilden. Einmal durch “Heaven’s Falling“ gehört, hat man sofort diverse Songs von Bands wie BATTLE BEAST, BEAST IN BLACK oder BROTHERS OF METAL im Ohr. Die fünf Schweden machen dabei einen recht guten Job, Frontfrau Eira steht mit ihrer kratzigen Röhre bekannteren Sängerinnen in nichts nach, und auch ihre Bandkollegen geben sich an ihren Instrumenten keine Blöße.
“High And Low“, “Wolf And The Queen“ oder “Custodians“ ballern schön energiereich aus den Boxen und sorgen schnell für zuckende Füße und nickende Köpfe. Titel wie “Hold The Door“ oder “Heaven’s Falling (Dragons Hymn)“ haben gut Ohrwurmcharakter, trotz – oder vielleicht sogar wegen – der recht einfach gehaltenen, stellenweise schon schmalzigen Texte und ordentlich Synthie-Einsatz. SHADOWBORNE halten ihr Versprechen und beziehen sich wiederholt auf Charaktere aus “Game Of Thrones“, wie in “Hold The Door“, in dem es um Hodor geht, oder in “Stranger To Myself“, das die Geschichte von Arya erzählt. Ein bisschen komplexer und deshalb auch ein Highlight des Albums ist der Titel “Raven“. “Heaven’s Falling“ endet mit dem balladesken “End Of The World“, und hier stellt sich kurz die Frage, ob der Track nicht sogar fast auf einem ROXETTE-Album hätte auftauchen können.
“Heaven’s Falling“ fällt nicht auf
Allerdings schaffen SHADOWBORNE es leider trotzdem nicht, dauerhaft aus der Mittelmäßigkeit aufzutauchen. Wölfe? Großartig. Drachen? Auch schön. Textlich und musikalisch trotzdem nichts dabei, das wirklich heraussticht. Gerade die Lyrics sind stellenweise wirklich simpel gehalten und fordern nichts vom Zuhörer. Doch manchmal reicht das auch. “Heaven’s Falling“ lässt sich super hören, ist eine schöne Untermalung zwischendurch und für Fantasyfans auch ein hübsches Pausenbrot. Aber so richtig will der Groschen nicht fallen. Dazu ist die Scheibe einfach zu harm- und zahnlos. Nett eben.

Shadowborne - Heaven'S Falling
Sonja Schörg































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