Shredhead - I Saw You Burn

Review

Wie moderner Metal dieser Tage klingen kann, das definieren in ihren jeweiligen Sparten unterschiedliche Bands. Eine davon sind die Schweden MESHUGGAH, die nach langer Zeit im letzten Jahr mit „Immutable“ wieder für Diskussionsstoff gesorgt haben. Auch die Isrealis SHREDHEAD sind bereits seit 12 Jahren aktiv und schlagen mittlerweile in eine ähnliche Kerbe. Von einem recht generischen Thrash-Ansatz ging es für das Quintett über schwere PANTERA-Formstücke auf ihrem Album „Death Is Righteous“ bis hin zu ihrer aktuellen Scheibe „I Saw You Burn“, die ganze acht Jahre nach dem letzten Langspieler erscheint.

Mehr MESHUGGAH, weniger Pantera

Personell ist die Truppe über die Schaffenspause weitgehend zusammengeblieben, sodass man lediglich ergänzt hat und nun mit Razi Elbaz ein zweiter Gitarrist mit an Bord ist. Das ist „I Saw You Burn“ auch deutlich anzuhören – vielleicht noch nicht gleich auf dem Titeltrack, aber spätestens auf „Breaking Through Concrete“, wo SHREDHEAD mit polyrhythmischen Elementen ganz im Sinne der oben genannten Band aus Umeå agieren und ihrem Album an vielen Stellen einen augenscheinlich komplexen Anstrich verpassen.

Gegen dieses Vorhaben agiert hingegen Frontmann und Sänger Aharon Ragoza mit maximal eintönigen Shouts, die auf Albumlänge nicht unbedingt im positiven Sinne hypnotisierend wirken und nur wenige Impulse setzen können. Ansonsten setzen die Isrealis auf „I Saw You Burn“ praktisch ausschließlich auf tonnenschwere, groovende Gitarrenwände, die zwar fett produziert durch den Orbit jagen, aber die Spannung ganz alleine kaum aufrechterhalten können. In den seltensten Momenten schauen SHREDHEAD mal nach links oder rechts und streuen ein paar Blastbeats oder Ähnliches ein („Bane Of Perseverance“).

Die Messlatte liegt zu hoch

Demzufolge landen auf „I Saw You Burn“ letztlich auch nicht unbedingt die stärksten Songs, da man sich in seinen Möglichkeiten hier selbst limitiert. Vielleicht waren die Reminiszenzen an die „Cowboys From Hell“ doch eher etwas für SHREDHEAD – geradliniger und mehr auf die Fresse. Denn ganz offensichtlich ist es mit zwei Saitenflitzern an dieser Stelle noch längst nicht getan, sodass die Platte zwar durchaus an manchen Stellen an MESHUGGAH oder FEAR FACTORY erinnert, deren Maßstäbe aber nicht erfüllen kann.

07.04.2023

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