Sumerlands - Dreamkiller

Review

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SUMERLANDS melden sich sechs Jahre nach dem selbstbetitelten Debüt mit ihrem zweiten Streich „Dreamkiller“ zurück, nachdem es im April bereits mit der Single „Ageless Life“ ein erstes Lebenszeichen gab. Trotz der langen Pause hat sich am Grundrezept der Amis nicht viel geändert und so stehen SUMERLANDS mit ihrem traditionellen Heavy Metal auch weiterhin mit beiden Beinen fest in den 80ern.

SUMERLANDS stehen auf eigenen Füßen

Eine gewisse Ähnlichkeit zu ETERNAL CHAMPION lässt sich nach wie vor nicht ganz verleugnen, immerhin gibt es mit Bassist Brad Raub sowie den beiden Gitarristen Jason Powers und Arthur Rizk gleich drei personelle Überschneidungen. Rizk dürfte vielen vor allem durch seine Arbeit als Produzent bekannt sein, hat er doch szeneübergreifend von CRYPT SERMON über POWER TRIP bis hin zur aktuellen KREATOR zahlreiche Credits auf dem Kerbholz. Da versteht es sich von selbst, dass er auch seiner eigenen Band einen zur stilistischen Ausrichtung passenden, warmen Sound verpasst hat.

Von ETERNAL CHAMPION unterscheidet SUMERLANDS allerdings der deutlich rockigere Ansatz, der neben Einflüssen von Epik-Pionieren wie MANILLA ROAD, BLACK SABBATH und DIO eben auch Inspiration aus dem Schaffen der SCORPIONS oder FOREIGNER zieht. Zusammen mit der Produktion ergibt sich aus dieser Mischung ein ziemlich lässiges und teils leicht melancholisches Hörerlebnis, das oftmals eher zum Anstoßen mit einem Cocktail in einer Strandbar denn zum Faustgetrommel auf die eingeölte Heldenbrust einlädt. Nicht selten erinnern SUMERLANDS so auch an die Briten von DREAM TRÖLL, kommen dabei aber eine ganze Ecke traditioneller daher.

Gerät der Einstieg ähnlich wie beim Debüt mit „Twilight Points The Way“ noch recht treibend, so treten schon bei „Heavens Above“ mit relaxt gezupftem Bass und schmachtenden Vocals deutlich die AOR-Einflüsse der Band zu Tage. Übrigens hat zwischen denn Alben ein Sängerwechsel stattgefunden, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, ähnelt die Stimme von Neuzugang Brendan Radigan doch sehr der seines Vorgängers Phil Swanson.

Der Titeltrack drückt ordentlich aufs Gas und stellt sich als schnellstes wie härtestes Stück auf „Dreamkiller“ heraus, verzichtet aber auch nicht auf dezente Synths, breitbeinige Leads und jede Menge 80s-Flair. Danach vermischen SUMERLANDS wahlweise Doom mit melodramatischem Hard Rock („Night Ride“, „The Savior’s Lie“) oder schmeißen sich mit „Edge Of The Knife“ schamlos in Stadion-Pose. „Force Of A Storm“ kanalisiert mit verstärktem Synthie-Einsatz gar den „Turbo Lover“, geht dann aber doch etwas handfester als die Priester seinerzeit zu Werke.

Mit dem DeLorean in den Sonnenuntergang

All dies verspricht wie gesagt kein Album zum durchgängigen Headbangen und Fäuste recken; SUMERLANDS wählen erneut einen eher entspannten Ansatz, der aber mit jeder Menge tollen Melodien und einem ausgeprägten Hang zur Melodramatik dennoch von vorne bis hinten zu unterhalten weiß.

Jeden Traditionsmetaller werden die Amis mit „Dreamkiller“ sicher nicht abholen können, wer sich aber neben Blut, Stahl und Heldenschweiß auch mal einen heißen Abend auf dem Sunset Strip vorstellen kann, natürlich nach der Reise mit dem DeLorean zurück in die 80er, ist bei SUMERLANDS bestens aufgehoben.

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09.09.2022

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2 Kommentare zu Sumerlands - Dreamkiller

  1. Vlad_the_Impala sagt:

    Und ich so: Die ganze Zeit am Mitsingen und Fistbumpen und so…

    Catchy und abwechslungsreich. Ziemlich geiler „Sound“, wenn man mich fragt. Und hinsichtlich Gesangsleistung und Komposition/Arrangement wirklich ziemlich überzeugend und mondän, auch wenn es stilistisch prinzipiell ein alter Hut ist.
    Macht müde Ü40-Männer(:Innen) munter. 🙂
    Also, ICH hab Spass..

    9/10
  2. metal-maniac sagt:

    Da schließe ich mich auch als u40iger an. Ziemlich lässige Platte.

    8/10